Zwischen Bognergasse und Ballhausplatz.Mit Nikolaus (Niko) Hutter & Felix Geyer

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Pablo Meier-Schomburg: Wie wird der Zirkusdirektor vom Kameel zum Künstler?

So sind wir · Mit Gästen · 31. Oktober 2026 · 55 Min.

Worum es geht.

Pablo Meier-Schomburg leitet das Schwarze Kameel und arbeitet als Maler. Mit Niko spricht er über Freundlichkeit gegenüber schwierigen Gästen, den Beginn seiner Malerei im Lockdown, Selbstvermarktung ohne Galerie und die Frage, wie ein Bild seinen Preis bekommt. Weitere Themen sind der Wiener Opernball in New York, persönliche Kontakte zu Galeristen und Wien als Zuhause.

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Liebe Hörerinnen und Hörer,

diesmal geht es nicht um Politik, sondern um einen Mann, den viele von euch vermutlich schon gesehen haben, ohne seinen Namen zu kennen: Pablo Meier-Schomburg, Restaurantleiter im Schwarzen Kameel, mitten in der Bognergasse. Ich wollte ihn zu Gast haben, weil er zwei Berufe ausübt, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, und beide mit derselben Energie betreibt.

Der rote Faden des Gesprächs ist die Frage, wie aus einer Leidenschaft ein zweiter Beruf wird. Pablo erzählt, wie er als Student in die Gastronomie kam und dort geblieben ist, wie er in den Neunzigern ein Stück Venedig nach Wien geholt hat und warum Respekt am Gästetisch für ihn keine Floskel ist. Je grantiger ein Gast kommt, desto freundlicher geht er auf ihn zu.

Dann kommt die Kunst. Im ersten Lockdown hat er begonnen, abstrakte Bilder zu malen, mit Pinseln, Stöcken und manchmal mit bloßen Händen. Heute stellt er in mehreren Städten aus und gestaltet den Fächer für den Wiener Opernball in New York. Besonders interessant fand ich, wie er seine Kunst ganz ohne Galerie selbst vermarktet. Er erklärt, wie er seine Preise ansetzt und warum ein kleines Bild genauso aufwendig sein kann wie ein riesiges. Außerdem verrät er, was er für die nächsten Jahre vorhat: persönliche Besuche bei Galeristen in ganz Europa.

Mich hat beeindruckt, wie gelassen und zugleich zielstrebig Pablo mit beidem umgeht. Ich werde das Kameel nach diesem Gespräch jedenfalls mit anderen Augen betrachten.

Euer Niko

Kapitel:

00:00:00 Intro 00:00:49 Abstrakter Expressionismus: Das Bild hinter uns 00:03:15 Von der Künstlerfamilie in die Gastronomie 00:11:21 Prominente Gäste und der Umgang mit schwierigen Gästen 00:20:29 Wie der Lockdown zum zweiten Beruf wurde 00:27:30 Der Wiener Opernball in New York und das Bühnenbild-Projekt 00:36:26 Galerien, Kataloge und die Tour durch Europas Großstädte 00:39:27 Wien, Venedig oder New York: Wo ist zu Hause? 00:43:57 Was kostet ein Bild und wie lange dauert es? 00:50:08 Wie findet man Zugang zur Kunst?

Kapitel.

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  1. 0:00Intro
  2. 0:49Abstrakter Expressionismus: Das Bild hinter uns
  3. 3:15Von der Künstlerfamilie in die Gastronomie
  4. 11:21Prominente Gäste und der Umgang mit schwierigen Gästen
  5. 20:29Wie der Lockdown zum zweiten Beruf wurde
  6. 27:30Der Wiener Opernball in New York und das Bühnenbild-Projekt
  7. 36:26Galerien, Kataloge und die Tour durch Europas Großstädte
  8. 39:27Wien, Venedig oder New York: Wo ist zu Hause?
  9. 43:57Was kostet ein Bild und wie lange dauert es?
  10. 50:08Wie findet man Zugang zur Kunst?

Das Gespräch zum Lesen.

Automatisches, noch nicht redaktionell korrigiertes Transkript. Namen und einzelne Wörter können fehlerhaft sein. Die Zeitlinks führen ungefähr an die jeweilige Stelle.

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Herzlich Willkommen zu dieser speziellen Folge von so sind wir zwischen Bognergasse und Ballausplatz heute ist mein Gast jemand, der die Bognergasse und das dort befindliche Lokal sehr gut kennt. Lieber Pablo, herzlich willkommen. Magst du dich mal kurz vorstellen für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer sehr. Gerne ja. Die Bognergasse kenne ich gut, also ich bin Pablo Meyer Schomburg. Vielen Menschen bekannt als Restaurantleiter vom schwarzen Kamel und Gott sei dank auch immer mehr Leuten bekannt als abstrakter Expressionist. Ich male und das aus Leidenschaft und ja, das sind auch meine 2 ganz großen Standbeine, die ich habe, was willst du sonst noch wissen?

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Naja, wir haben hier direkt hinter uns ein Bild von Tierhängen, maximal was über das erzählen. Können wir sehr gerne machen, war ein ein. Ein sehr wichtiger Moment in den letzten Jahren bei meiner Malerei. Ich bin den großen New York Künstlern aus der New York School verfallen, Jackson Bollock de Kuning, Lee Greffner und der de Kuning hat es mir angetan, der hat eine Technik mit seinen Pinseln zu malen, die ich versucht habe, irgendwie zu irren. Wie macht er das? Es ging nicht ums nachmalen Gott behüt, aber es ging einfach wie, was macht er da, wie macht er das, wie geht er ran. Und in diesem Üben der Techniken habe ich ein Bild so richtig schön versaut und habe mich so geärgert, dass ich dann so in den Farbdiegel reingefahren bin, mit der Hand und habe das so über die Leinwand so drüber geschmiert und habe den Effekt eigentlich sehr spannend

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gefunden. Und dann bin ich auf die Idee gekommen, mir acrylpaste zu besorgen, habe die Farben abgemischt, habe mir Gummihandschuhe angezogen und habe ein Bild mit den Händen gemalt. Das ist eines davon, was wir da hinten hängen haben und im Nachhinein, und das war recht spannend, hab ich dann die letzten Werke von Neach gesehen, beim Freund von mir, der nicht diese typischen klassischen blueshit Bilder von Neach hängen gehabt hat, sondern am Schluss hat Neach eigentlich mit Farben wieder gemalt und ist sehr in so orange, Rosa, rot, gelb gegangen und hat auch sehr viel mit den Händen gemalt und dann hab ich gesehen, OK, da haben wir sogar was gemeinsam.

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Und ja, wieder nietzsch was gemeinsam zu haben ist ja nicht das schlechteste. Ja, diese Bilder von nietzsch, diese roten Blutbilder sind ja sehr bekannt, also die, die sind ja auch wahnsinnig eindrucksvoll, wenn man schon davor steht, oder, oder es sind ja auch beliebte Kulissen, vielleicht auch in der Zeitung, hin und wieder von von Persönlichkeiten. Ja, ich darf vorstellen, die meisten hängen auch hinter den Generaldirektoren an der Wand. Das Lustige ist nur, wie der Nietzsch damit begonnen haben, wann die Generaldirektoren genau die jungen Studenten. Oder, oder jungen Unternehmer, die gesagt haben, ja, was ist ein Skandal und was ist das, wie kann man nur sowas machen. Und diese Elegien, die er da gemacht hat und das mit mit den Kreuzen und mit Jesus und Blut und und erbärmlich und grauenhaft und genau die haben dann 40 Jahre später hinter ihrem großen Schreibtisch als Generaldirektor was hängen einen Mitsprachen an. Bei deiner Tätigkeit also wir haben ja im Vorgang schon kurz ein bisschen darüber geredet, du hast ja eine sehr breite und lange Karriere, auch in der in

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der Gastronomie hinter dir, magst du mal beschreiben, wie das war vom jungen Studenten, vom Schüler über die Gastronomie? Zu deiner Leidenschaft, ja, kann ich gerne machen, ist ein auf und ab weil begonnen hat alles letztendlich mit der Kunst. Ich komme aus einer Künstlerfamilie, meine Mutter ist Grafikerin und Malerin. Mein erster Vater war Grafiker und Architekt und mein Ziehvater, der in der zweiten Ehe war, Fotograf und somit war ich immer mit Kunst konfrontiert. Es war immer bunt bei uns, es ist immer was passiert. Für mich war relativ klar, dass ich auch Grafik studieren werde, ich bin in die Wiener Volkshochschule für angewandte Kunst gegangen. Dort aber, so nach dem zweiten Jahr drauf kommen, dass Auftragskreativität und das ist Grafik mir überhaupt nicht lieb. Ich hab meine Ideen, da geh ich rein und da bin ich in meinem Element, aber die nadelstreif

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Manager die mit der Persilpackung ins Büro kommen und sagen, das ist die Packung und wir brauchen jetzt eine originelle, witzige und Verkaufs freudige Werbekampagne darum rundherum. Meine Mutter ist schon gesessen. Damals hat man es darüber noch mit den Händen gemalt, die Zack, zack, die hat da runtergehaut gleich 3456 Ideen, das ist gegangen in einem Tempo, wo ich mir gedacht habe, wie macht man das, also letztendlich war die Großartigkeit meiner Mutter eher kontraproduktiv, weil ich mir gedacht habe, das Level werde ich nie hinkriegen und habe dann auch festgestellt, dass bei mir so auf Kommandokreativ geht nicht, da bleibt die Wand leer, also war die Entscheidung relativ bald, ich mache das Studium zwar fertig. Aber ich werde kein Grafiker werden. Mit 20 kannst du von Malerei nicht leben, macht überhaupt keinen Sinn, es kennt dich niemand, du kennst niemanden und was macht ein Student, der ein bisschen Geld braucht? Er geht in die Gastronomie arbeiten und verdient sich nebenbei ein bisschen ein Geld, das habe ich gemacht im Erböden Daniel Moser genau wieso wie von

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hier habe ich meine Karriere in der Gastronomie quasi begonnen. Und habe da mit 20 die unglaubliche Chance von Michael Sattke bekommen, dass ich in die Reisbar gehen kann. Und erstens waren das die 90er, wo es noch nicht so viel Game hat und wenn du da mal in einem der High Society Läden schlechthin von Wien bist, dann hast du natürlich ein ganz ein anderes Standing und das habe ich halt sehr jung schon bekommen. Ich bin ein bisschen ins Ausland noch gegangen, habe in der Harrisbar in der Rue de Noux von Paris gearbeitet. War dann auch in Venedig im Gaspo de ur und irgendwann wieder nach Wien zurückgekommen und hab wie ich mich entschieden hab in der Gastronomie zu bleiben auch entschieden alle Kurse nachzumachen.

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Also ich hab barkeeping Kurse mit damals war ich noch ein bisschen mehr im Nachtleben drinnen, hab natürlich das Cocktailschäden gelernt und allem drum und dran irgendwann ist das mit bis 3456 in der Früh arbeiten nützt sich dann irgendwas, man hat als. Junger Mann schon. Also mit 2425 von mir. Also noch irgendwann einmal. Die Gefahr ist auch sehr groß, dass man sich Versäuft in dieser Ecke und es war, da war ein riesengroßes Interesse bei mir immer. Ich hab dann den Sommelier nachgeholt, dann noch einen Sommelier, noch einen Sommelier nachgeholt, also immer immer spezifischere und immer anspruchsvollere. Und bin dann in die Restaurantbranche quasi Reingestiegen in die Gehobenere Gastronomie und hab dann eigentlich dort sie auf den Sommelier oder Restaurantleiter oder anfangs natürlich nur Oberkellner, aber es kam dann irgendwann zu dem Sommelier, es

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kam dann irgendwann zum Restaurantleitung, so stieg die Karriere immer mehr nach oben und in den späten Neunzigern hab ich 3 eigene Lokale gehabt, allen voran das Flaggschiff war die Osteria Venezianer da Pablo genannt. Da hab ich eine alte Osteria aus Venedig komplett abgebaut, die aufgelassen wurde und hab sie in Wien wieder aufgebaut. Das heißt, ich hab eigentlich. Was heißt das alles? Abgebaut und wieder aufgebaut. Von den Vertiefelungen über die ganze Dekoration, Stühle, Sesseln, einrichtungsdekors, die Bar, teilweise Stücke der bar sogar warum hab ich das gemacht?

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Die venezianischen kleinen Osteria sind meistens 100 150, 200 Jahre alte wunderschöne Wirtshäuser, die haben eine Patina, die haben eine Ausstrahlung dadurch natürlich auch wenn du sowas jetzt komplett neu gestaltest. Ja haben meine Enkeln dann eine Osteria mit Patina, aber ich nicht ne und die Idee war eben. Gerade in Wien. Die Wiener an Italien denken, denken sehr Norditalien sehr viel an Venedig oder eben den Norden da oben und da gibt es diese Osterien zu Haufen, nicht nur in Venedig, sondern auch in Venedig oder in der Fraal. Und ich wollte so etwas Originales nach Wien bringen und das ist auch sehr gut gelungen, weil das hat eigentlich von der Eröffnung an ausgeschaut wie ein Lokal, was schon seit ewig gibt und habe mir auch eine venezianische Köchin nach Wien geholt, die dort gekocht hat, 3 Monate lang. Und ich bin in der Küche gestanden mit ihr, weil ich habe einen Salzburger Koch gehabt,

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der fix als Küchenchef eingestellt war. Sie war ja nur da, um die Rezepte. Es ist großartig, wenn man Rezepte bekommt, aber wie man umgeht mit Fisch und Fleisch und wie diese Rezepte umgesetzt werden, ist noch eine ganz andere Dimension. Und während ich übersetzt habe, habe ich mitgekocht, ich habe immer schon gern kocht, von ganz klein auf, und es war auch sehr gut, dass ich das gemacht habe, aber. Erstens, einmal habe ich übersetzt, weil ich kann bin aufgewachsen in Venedig unter anderem und kann Venezianisch und italienisch, also ich kann auch den venezianischen Dialekt, danach sind wir nach Frankreich gezwungen, und deswegen kann ich auch in, habe ich eben in Paris auch arbeiten können, weil ich auch französisch kann, und 2 Jahre, nachdem es die Osteria gab, hat mein Küchenchef, der damals, glaube ich, 25 Jahre alt war. Gesagt, er muss ein bisschen was Neues in seinem Leben auch erleben und er wird jetzt

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aufhören. Ja, das war natürlich nicht so angenehm, weil find jetzt einmal schnell wieder n. Koch, der diese venezianische Küche umsetzt und die Gabriela Carrara, die Köchin aus Venedig hab ich nicht wieder kommen können kommen lassen können, die war damals schon in Pension und die hätt das kein zweites Mal gemacht, ne. Ist jetzt auch nicht ein Geschäft, was man in der Pension dort vorsetzt. Ja, und die, die hat das gemacht, weil meine Familie mit den Domoris, wo sie die Küchenchefin 27 Jahre lang war, sehr gut kannte und weil wir befreundet waren, sonst hätte ich das gar nicht gemacht. Die ist das erste Mal aus Venedig raus, wir wollten ihren Flug zahlen, hat sie gesagt, sie steigt in kein großes Eisenstück, das kann nicht fliegen, sie versteht das nicht, und es ist mit der Bahn gekommen.

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Also es war. Es war schon sehr, das war Wien. War jetzt auch noch eine längere Zugreise als heute. Oh ja, damals ist das um 08:00 Uhr abends weggefahren und am 10:00 Uhr Vormittag in Wien sein. Ich glaub das geht jetzt fast doppelt so schnell. Ich glaube wesentlich schneller mittlerweile. Ja, und dann hab ich natürlich was hab ich gemacht. Ich hab mich selber in die Küche gestellt und gesucht nach einem neuen Koch, dann hab ich aber genau zu dem Zeitpunkt das A la carte bei mir gehabt. Die, die eine Haube zu einer zweiten gemacht hat. Ich bin drauf gekommen, dass das genau da war, wo ich gekocht hab, erstens große Ehre, zweitens einmal hab ich dann natürlich wirtschaftlich zum Nachdenken angefangen und hab mir gedacht, OK, die 2 wichtigsten und teuersten Arbeitsplätze sind der Restaurantleiter und der Küchenchef.

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Jetzt mach ich beide Jobs. Das ist wirtschaftlich schon nicht unvernünftig und bin in der Küche geblieben. Es ist halt anstrengender. Es ist anstrengender. Damals war ich noch jung und knackig, jetzt bin ich nur mehr knackig. Also heute würde ich es nicht mehr. Machen. Der Tag hat begonnen, am 7. In der Früh und hat am 234 in der Nacht aufgehört. Kannst du mir noch mal sagen, wo war dieses Lokal genau? Am rheinweg nummer 11 ecke marokkanergasse. Alles klar, ja. Wenn ich so Frage über die Jahre, wen hast du da alles als Gäste gehabt? Irgendwer der dir besonders in Erinnerung geblieben. Ist naja, im Laufe der Jahre in der Gastronomie sind mir sehr sehr viele sehr interessante Menschen begegnet. Wenn man sich jetzt auf die Osteria konzentriert, das war in der turbulenten polit.

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Zeit, wo sich der Schüssel mit dem. Ja, mit den Freiheitlichen, ja, mit den. Freiheitlichen Zusammengekuschelt hat. Ich war da mitten im Botschaftsviertel und auch ein sehr stark jüdisches Viertel. Meine Mutter und meine ganze Familie, also aus der ganz dunkelroten Ecke. Also für mich war irgendwie war das auch ich, bin kein politischer Mensch, aber ich hatte halt alle anderen bei mir und mitunter ein Stammgast war der Heinz Fischer, der. Mit Heidi Schmidt sehr gut befreundet war und die sind sehr oft Mittagessen gekommen zu mir und am Wochenende ist es mit seiner Frau und mit seinen Kindern gekommen und ich hab selten einen so interessanten hoch intelligenten Menschen wie den Heinz Fischer zum Beispiel kennengelernt, das war schon ein Highlight, aber es ist so das Lustige in dem Beruf ist, du lernst auch so unterschiedlichsten Eckenleute

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kennen. Die Dire Straits sind bei mir gesessen im Lokal und ich hab so ziemlich am Ende des Abends erst begriffen, wer da bei mir sitzt, weil es dann irgendwann im Gespräch rauskommt und so. Es war eine Gruppe älterer entspannter Herren in dem britischen Sex Kleidung. Ich glaub nicht jeder weiß, wer das ist. Also magst du das kurz erklären? Die Dire Straits, na ja, eine Englische. Was würde man sagen, Rockband oder ja und? Ich glaube. Ich glaube, man könnte Rock sagen dazu.

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Ja, das war Rock, Pop, ich bin da jetzt auch ein bisschen überfordert, aber auf alle Fälle damals waren die ganz groß, aber auch schon am Ende ihrer Karriere schon ältere Gentlemans. Ja, aber die interessantesten Menschen habe ich dann eigentlich im schwarzen Kamel kennengelernt, wie ich dort gearbeitet habe. Ob das jetzt ein Schwarzenegger ist, der, wenn er in Wien ist, immer auf einen Apfelstrudel und der Wiener Schnitzel ins Kamel kommt, das muss sein. Und dann saß irgendwann einmal ein recht lässiger Kerl, ganz in Schwarz gekleidet, was ich dann erfuhr, weil er von einem Begräbnis kam und ich schau und alle in meinem Team jünger und sollten das eigentlich eher erkennt haben als ich und ich war der Einzige, der ihn erkannt hat, Till Linde, Mann von Rammstein.

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Und da hat sich eigentlich am ersten Abend schon eine Freundschaft angebahnt. Am nächsten Tag war er gleich wieder da und hat gesagt, wo gehst du eigentlich hin, weil die klassischen Mainstream lokale kenne ich in Wien schon, sag ich nur ja, das müsste ich dir zeigen, weil die meisten würden es nicht finden oder nicht reinkommen, vielleicht sogar und dann hab ich mir den Schabernack gemacht, dass ich am Ende des Abends dann mit ihm in die Bombardiere gegangen bin, na da war er fertig mit den Nerven, weil das. Aus das also ehemalige Bordell aus den 20er Jahren, das dann zu einer Bar umfunktioniert worden ist. Das hat natürlich an der klar an Berliner Musiker natürlich unglaublich gut gefallen, ne, aber das so da die schräge Rammsteinecke und auf der anderen Seite wie Dominique Maier nach Wien kam, kurz vorm schwarzen Kamel, hab ich in Boulieu gearbeitet, ist der Dominique Maier um seine seine Frankreich Heimweh. Gefühle irgendwie zu

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befriedigen, ist er ins Boulieu gegangen und hat sie halt der Quiche geholt und hat mit mir geplaudert und dadurch, dass ich in Französisch kann, war ich einer der wenigen Kellner, der mit ihm ständig im Gespräch war und auch da. Ich besuche ihn jetzt auch oft in Mailand, der war ja bei uns die Wiener Stadtsuppe geleitet und ist jetzt in der Mailänder Skala und ich war jetzt schon 34 mal in Mailand unten und wir gehen sehr gern miteinander essen und verbringen schöne Abende miteinander also und da sind Menschen. An die kommst nicht ran normalerweise ne, wenn es nicht in dem Metier von denen bist. Und ja, das sind so schillernde Persönlichkeiten, die mich schon sehr geprägt haben.

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Wahnsinnig spannend, wie wie vielfältig es ist, wie wie vielfältige Leute das sind, die du alles beschreibst. Was mich noch, was mich da interessieren würde, weil Gastronomie ist ja generell ein sehr schnelllebiges Geschäft oder sehr Geschäft, wo du viel Stress hast, wo vielleicht jetzt nicht jeder Kunde immer der der Höflichste ist, der Freundlichste ist im persönlichen Umgang, wenn wie gehst du, wie gehst du mit sowas um, wenn du jetzt mal was was ich Stresssituationen hast oder der Kunde unzufrieden ist und. In so einem Lokal wie wie? Weil mein Eindruck war, so wie ich dich erlebt habe, immer wieder.

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Ja, ihr managt das immer so, mit einem bisschen Humor. Ja, und so ein bisschen am Wiener Schnee, sag ich mal so. Generell in den meisten Lokalen. Du wirst nicht Restaurantleiter, wenn du eskalierend arbeitest. Eine sicher einer der wesentlichsten und wichtigsten Punkte und vor allem im schwarzen Kamel, wo ja ständig. Vollgas ist. Wir sperren um 08:00 Uhr auf und um 10:00 Uhr haben wir die Schlange vor der Tür und wir sperren um 12:00 Uhr zu und um 11:30 Uhr schicken wir die letzten Enttäuschten aus der Schlange nach Hause. Also das ist so ungefähr der Druck der im Kamel ist und da musst du unbedingt deeskalierend wirken und ich habe einfach gelernt das nicht an meine Person als persönlich rangehen zu lassen, sondern.

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Ein Geschäftsführer hat mir das einmal sehr gut beschrieben. Er hat gesagt, Schau, stell dir vor, der kommt aus der Arbeit. In der Früh hat er mit seiner Frau gestritten, weil irgendwas mit einem Kind war oder sonst irgendwas, dann geht er in die Arbeit, der Boss ist ihm an den Sack gegangen, irgendein Auftrag ist nicht gut durchgegangen, er geht völlig entnervt von einem Tag, der von in der Früh bis am Abend schlecht war, kommt ins Kamel und Fang dich an, so jetzt kannst du zurückpfauchen gewonnene Schlacht. Verlorener Krieg, weil du verlierst den Gast. Oder du holst ihn einfach runter und ich habe das so oft erlebt. Ich habe das dann wirklich so genommen und und so als Philosophie aufgefasst.

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Und ich versuche gerade umso grantiger der Gast kommt, umso freundlicher versuche ich auf ihn zuzugehen, am Ende, nach 23 Stunden, wenn er sich beruhigt hat, wenn er was gutes trunken hat, was Gutes zu essen bekommen hat, die meisten kommen sogar und sagen, Hey sorry, tut mir leid, es war nicht mein Ding. Klappt natürlich nicht immer. Ich bin natürlich, ich sage immer, ich bin der Zirkusdirektor vom schwarzen Kamel, das ist eben die Art Humor, von der du gesprochen hast. Ich nehme das halt alles ein bisschen lustiger und ein bisschen gelassener. Natürlich gibt es aber auch die Momente, wo man dann sagen muss, so bis hierher und nicht weiter, also jetzt gehen sie zu weit, oder? Lassen Sie das jetzt.

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Uns gibt es da auch, also mich, mich fasziniert oder entsetzt das immer, wenn ihr am Nachbartisch sitzt und merkt die Personen direkt am am Nachbartisch reden in einer derart herabwürdigen Weise mit den den Leuten, die in das Essen bringen oder oder in die Getränke bringen, wo ich mir echt denke wie wie wie was gibt es euch, weil es offensichtlich keinen Anlass dafür gibt. Ja, ja, das ist. Man könnte jetzt sagen, zum einen ist es einmal eine Erziehung und Charakterfrage. Wie bist du großgezogen worden und was hast du für einen Charakter. Ich bin zu Hause und auch von den wirklich guten Begleitern in der Gastronomie immer so erzogen worden, dass du den Menschen zuerst einmal jegliche Form von Respekt und Freundlichkeit bringst. Es liegt dann an ihm, das abzubauen, und wenn du so vorgehst, merkst du.

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Ganz einfach, dass dann auch ein besserer Wind zurückkommt. Aber ja, ich merke es ja im Kamel, ich habe jetzt mittlerweile ein gewisses Alter und einen Status in dem Lokal. Da reden oft dieselben Gäste mit mir, ganz anders als mit einem jungen Kellner von mir oder mit einer kleinen Food Runnerin, die vorbeikommt und das Essen bringt, wo ich dann auf einmal saga höre, die, die zu den Mädels gesagt haben oder zu meinen jungen Kellner, wo ich mir denke, mit mir redet er ganz normal. Also es ist schon. Ja, ist eine Frage von von Respekt und und Achtung anderer Menschen gewesen. Wie lang bist du jetzt schon in dem Lokal? 14 Jahre, OK.

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Geht noch nicht so. Lang nein, nein, ich denk grad nach, aber das war circa das ist circa derselbe Zeitraum wo ich in Wien bin. Ja, siehst du, es sind 44 Jahre in der Gastronomie, das ist der etwas höhere Anteil an Jan. Naja, das waren dann sozusagen die Lehrjahre. Sozusagen, ja. Aber ich sage immer, ich habe meine Karriere mit dem besten Chef begonnen und mit dem besten Chef beendet. Ich habe mit der Reisbar, mit dem Michael Satke einen unglaublichen Start gehabt und mit Peter Friese im schwarzen Kamel einfach ein perfektes Finale. Und von diesem perfekten filial Finale ist ja jetzt eine langsame, immer stärkere Überleitung, wie du mir gesagt hast, drauf.

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Deine künstlerischen Aspekte. Vermute mal bei deiner Arbeit wie du beschrieben hast, hast du ja viele Personen kennengelernt, quer durch alle Branchen und ich vermute mal viele von denen werden dir auch Sachen in verschiedensten Bereichen ermöglicht haben. Ja, auf alle Fälle also. Das schwarze Kamel war auf alle Fälle die Triebfeder und und und die Bär Maschine, dass ich in so kurzer Zeit so viel weitergebracht habe mit der Kunst, wie ich eben weitergebracht habe. Begonnen hat das Ganze im Lockdown, wie es Kassen hat, man sperrt mich jetzt weg, das war für mich Wahnsinn, weil ich bin ein Dora selmanderl ich bin die ganze Zeit im Hamsterrad da war. Es nur der Einzige, der ist da.

21:13

Ja, ich bin auch aufgegangen ist. Und wissend, dass am Samstag alles zugesperrt wird, bin ich am Freitag noch zum bösen Reingerauscht und hab um 7000€ Farbe und Leinwände gekauft, weil ich gesagt hab, OK, da muss ich mich selber beschäftigen, wenn ich nur zu haus bin und hab den ganzen Lockdown über gemalt. Also letztendlich bin ich einer der wenigen, die sagen können, die sagen können, ich hab was gemacht aus dem Lockdown, der für mich eigentlich dann sogar zum Vorteil wurde. Und ich kam wie wir, wie wir alle, dann irgendwann aus diesen Lockdown wieder raus, bin wieder normal in die Arbeit gegangen und eine Freundin von mir, der die Dorner Bauer Galerie in Kitzbühel gehört, hat gesagt, Pablo, geh auf Instagram, gib deine Bilder auf Instagram.

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Dich kennt ganz Wien, du musst das publik machen und das hab ich dann auch gemacht und sie hat nicht Unrecht gehabt, also es war dann. Jeder Gast, der dann ins Kamel gekommen ist. Erst habe ich auch nicht gewusst, dass du malst. Ich habe nicht gewusst, dass du malst, sage ich. Ja, ich stelle ja keinen Spritzer hin und sage du übrigens, ich male Bilder, also das machst du ja so nicht und dadurch bekam ich mit meinen Bildern einen irrsinnig schnellen Vollstart hin. Ich habe alles, was ich im Lockdown gemalt habe, innerhalb von 45 Monaten verkauft gehabt und da habe ich dann schon gedacht, okay, das ist jetzt natürlich schon ein sehr interessantes Thema. Wahnsinnigen Spaß habe ich dabei auch entwickelt. Und ja, und das war eigentlich die Geburt des zweiten Berufs und ich bin dann voll in die Malerei hinein, auch da wieder. Wer steht an der Bar der Daniel Serafin und sagt, du, Pablo, magst mir nicht ein Bild

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schenken und ich sage, Daniel finde ich recht lässig, die kecke Frage, aber warum sollte ich ihr ein Bild schenken? Gesagt hat, nein, so meine ich es nicht. Es ist so, ich mache ja den Wiener Opernball in New York und wir versteigern für eine Silent Action für behinderte Künstler, die nicht mehr machen, nicht mehr Musik machen können, sei es wegen der Stimme, sei es wegen Verletzungen auf Händen und nicht mehr Klavier spielen können sonst was und die unterstützen diese Künstler. Ich habe gesagt, ja, das mache ich sofort gerne, aber ich möchte rüberkommen, weil ich wüsste die längste Zeit schon nach New York, dann will ich rüberkommen und ich möchte bitte eingeladen sein zum Ball.

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Sagt er. Ja, das können wir machen und aus dem wurde eine Serie. Ich war jetzt die letzten 4 Jahre jedes Jahr am Ball, begonnen hat es wie gesagt mit dem einen Bild, was ich hergeschickt habe, die nächsten 2 Bälle habe ich dann Bilder schon präsentieren können am Ball dort von mir, dieses Jahr habe ich den Fächer für die Damen gemacht, das werde ich die nächsten Jahre wahrscheinlich weiterhin machen, also das heißt jede Dame die auf den Ball kommt bekommt einen Fächer und der ist von mir gestaltet, das sind Bilder die ich. Quasi. Man muss verstehen, die Auffächerung dann von dem Bild, damit das auch eine Optik kriegt. Also man muss schon ein spezielles Bild dafür malen, aber im Grunde genommen sind es keine Gemälde von mir in Form von einem Damenfächer. Ja und nächstes Jahr ist im Gespräch, dass ich vielleicht das Bühnenbild mache, also es wird immer größer das Ding. Also es wächst von Jahr zu Jahr weiter. Und wie alles andere auch.

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Also ich hab heuer schon 7 Vernissagen gemacht und werd noch 3 machen. Was, was in Wien begonnen hat. Jetzt fahre ich den ganzen Sommer in Kiem Museum am Attersee. Ich hole nächste Woche die Bilder vom Attersee ab und fahre eigentlich nur einen See weiter am Mondsee und werde dort im Konzept Store die nächsten Monate ausstellen. Also es kommt immer wieder was Neues dazu und es wächst und wächst. Und ja, das ist schon das genauso wie ich es haben möchte. Und lasst sich das. Also es ist ja weder das hier noch die Tätigkeit, in der in der Gastronomie, sag ich mal so, die eine wenig anstrengende Tätigkeit oder eine Tätigkeit, es sind ja beide Tätigkeiten, die davon getrieben sind, dass man selber was permanent weiter treibt, so permanent unterwegs ist, permanent oder Strom steht. Wie verbindest du das Ganze?

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Das frag ich mich manchmal ja auch. Ja, das ist es ist auch so, da ich mit. Meinen Bildern noch in einem Preissegment bin, wo es nicht wurscht ist. Also ich muss schon einiges verkaufen, damit es sich finanziell auch auszahlt. Die ganze Sache. Deswegen habe ich auch noch keine Galerie und Suche auch keine Galerie, eine Galerie braucht will 50% von dir und dann musst du aber einen Galeristen finden, der dich wirklich gut vermarktet, das heißt seit dem Lockdown vermarkte ich mich selber, da musst wahnsinnig dahinter sein, also zum einen. Die malen sich nicht von selbst. Also es geht wahnsinnig viel Zeit für die Malerei rauf, dann geht wahnsinnig viel Zeit fürs Connecting und fürs Socializing, dass immer wieder dranbleiben am Ball immer wieder schauen, ob mit den richtigen Leuten reden, ob man nicht da oder dort was machen kann.

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Und dann habe ich natürlich das Kamel auch noch und ja, also ich bin vor einem halben Jahr habe ich dann entschieden, im Kamel auf 20 Stunden zu reduzieren. Das ist aber nicht der Kunst geschuldet. Am Ende des Tages, sondern ich werde jetzt 60 nächstes Jahr und schön langsam geht die Rennerei körperlich einfach für mich sich nicht mehr ganz so aus. Also jetzt schon nach einem halben Jahr die Vorstellung, dass ich wieder 5 mal die Woche im Kamel arbeite, ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen, körperlich einfach nicht mehr machbar, ne. Ja klar, das ist ja sauber lastung. Ja, und dann eben Zeit.

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Aber wenn wir, wenn wir jetzt sagen, also wenn ich sage, ich bin 20 Stunden im Kamel, sind sie eh 30, aber. 100 Stunden bin ich sicher im Atelier oder in Auftrag der Kunst am Arbeiten. Also es ist schon, Urlaube sind auf das reduziert, dass wenn ich in New York jetzt den Fächer mache, dann bin ich halt eine Woche in New York, 4 Tage bin ich unterwegs mit Terminen und Versuche, Galeristen Anzuspannen, zu interessieren für mich oder irgendwelche Termine zu machen und 3 Tage genieße ich halt dann. Klappere alle meine Museen ab und sehe dort meine ganzen Lieblingskünstler im Original und nicht nur in irgendeinem Bücherl.

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Aber es ist ja, es ist irrsinnig zeitintensiv und und so diese dieser klassische Urlaub ist eigentlich Lockdown keiner mehr gewesen, aber von nix kommt nix. Das war von nix kommt nix wenn du wenn du jetzt nach New York blickst. Kannst du mal beschreiben, weil diesen Viennes oprahball, den hab ich schon ein paar mal jetzt gehört, das ist das so der New Yorker Ableger von von der klassischen Wiener Ballkultur. Ja, kann man so sagen, wobei natürlich das in Amerika ganz anders funktioniert. Also zum einen die haben die Palais nicht, die wir haben, also es findet schon einmal nicht in irgendeinem alten Palais statt.

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Zum anderen ist es so, dass es für die Amerikaner ein ganzes Paket sein muss. Der zahlt einmal eine Summe am Anfang, aber der will dort dann seinen Dinnerplatz haben und so so ist das auch. Also es gibt das Orchester, es gibt eine kleine Bühne, wo dann getanzt wird, es gibt meistens einen Raum noch zusätzlich, wo dann auch diese ausgleichende Disco ist. Zur klassischen Musik, und dann hast du diese riesen Tafeln, wo an jedem Tisch so an die 12 bis 14 Leute sitzen. Und dann gibt es ein gedecktes Dinner, ein Mehrgängiges und also die Eintrittskarte zu so einem Ball ist quasi auch die Bezahlung für alles, was du dort isst und trinkst. Das würde bei uns nicht funktionieren. Also denke ich noch, den Wiener Opernball mit, da zahlst du mal das Ticket, dann zahlst du noch, dass du die Eröffnung dir anschauen darfst.

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Dann darfst du noch mal 50,42€, schladl, Champagner und dann haben wir ein paar Würste. Und so geht es dann nicht genau. Und dann gehst meistens trotzdem noch hungrig zum Pitzinger hinter die Oper, auf Frau Käsigrainer, und es ist so, dass also das findet, es hat im Plaza Hotel stattgefunden, die die letzten Jahre und die letzten 43 oder 4 Jahre ist es jetzt im Cipriani. Das Cipriani ist eine alte aus dem Jahrhundert aus dem 19. Jahrhundert, eine alte Bankhalle, die zum Cipriani Restaurant umfunktioniert wurde.

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Riesengroß. Und dort findet der Ball statt und das muss man sich ganz anders vorstellen als bei uns. Was ist die Herren alle im Frack, die Damen alle im bodenlangen, sehr aufwendigen und schicken Kleidern, also da, da ist alles ganz genau so, wie es bei uns ist. Aber und was ist was ist auch sehr. Ähnlich hat wie bei uns vor allem bei einem Opernball. Es ist ein Zusammentreffen honoriger Wirtschaftsgranten, die sich dort austauschen und Geschäfte machen, das weiß man ja, dass das am Opernball auch sehr stark vertreten ist.

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Also da sind schon Parallelen da, aber sonst würde ich sagen, ist es natürlich ein ganz ein anderer Ablauf der ganzen Sache, wahnsinnig. Spannend wie viele Gäste kommen zu sowas? Vielleicht wenn man das jetzt mit dem Opernball oder wenn der Ball vergleicht. Auch da natürlich ganz und ganz anders. Also es sind glaube ich 1400 Gäste am Wiener Opernball in New York, während bei uns am Opernball, glaube ich zwischen 5 und 6000 Leute ja. Kommt er, kommt hin im März. Er war nicht so ganz, aber ist schon groß so. Rein rein von der Größe und man darf natürlich eines nicht vergessen. Ich glaube es sind knapp 6000 Gäste am Opernball in Wien. Und auf das Kommen aber noch einmal 1500 Mitarbeiter. Also, das ist riesig, dieses Opernballding, ne, wir machen das ja mit dem schwarzen Kamel dort, ich hab das ja 3 Jahre geleitet und deswegen weiß ich genau, was da hinter den Kulissen abgeht, das ist unfassbar das Ding. Ja, das ist riesengroß, das

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kriegt man ja jedes Jahr mit, also Livestream der rauf und runter, alles mitverfolgt. Allein schon was, was es darum herum für all die Leute gibt, die nicht hingehen, die sich aber trotzdem dafür interessieren, finde ich also faszinierend, immer wieder. Das war ja der Grund, warum wir auf diesen Fächer gekommen sind. Eine interessante Anekdote, die die wenigsten wissen. Den Wiener Opernball in New York gibt es 4 Jahre, länger schon als den Opernball in Wien, warum? Wir hatten Krieg. Ah. Und die haben weiter in Amerika den Ball gemacht. Deswegen sehr lustig. 4 oder 5 Jahre voraus und ich bin dann wie ich dreimal den Opernball in Wien geleitet hab, die Kamelbart dort nicht den ganzen Ball Komödie hat, ist mir aufgefallen, dass wahnsinnig viele Stammkundinnen im Kamel mich gefragt hab gepablo kannst

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mir nicht so einen Opernballfächer besorgen, weil die Sammeln das. Die, die hingehen, sowieso. Aber viele, die auch nicht hingehen, freuen sich, wenn sie dann so einen Fächer bekommen und dann habe ich ja mal den Daniel gefragt, da habe ich gesagt, Daniel Fächer sagt er, ja, das ist alles so aufwendig und das ist alles so schwierig und Ding, ich finde es großartig, was für ein taffer Manager der Daniel Seraphin ist. Aber er ist bei allem, was man ihm sagt, zuerst einmal, nein, das ist alles viel zu schwierig als viel zu aufwendig, also wie das so weit gekommen ist, dass er diese ganzen Konzerte organisiert, fraugemüb manchmal, weil er er blockt zuerst immer mal ab.

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Wahrscheinlich hat er gehofft und geahnt, was ich antworten werde. Er hat gesagt, weißt du was, ich kümmere mich um den Fächer, ich mach das, aber ich hätte gern, dass die Damen einen Damenfächer kriegen, der von mir gesteilt ist. Ja, wenn du das machst, mach das gut, also ist es auf mir hängen geblieben, aber ich habe es gefreut, wieder nach New York zurückzukommen. Was ist für nächstes Jahr geplant? Fächer und vielleicht das Bühnenbild. Wo der Daniel Seraphin Seraphin natürlich gleich wieder gesagt, Ach, das ist so schwierig dort, weil wir dürfen dort nichts montieren und wir dürfen dort nichts aufbauen und sonst irgendwas, dann hab ich mich mit der Silvia Frieser, der Ballleiterin, er ist ja der musikalische Leiterin, Leiter und die Seraphin und die Silvia Friese ist die Balldame, wie das eine Lotte Tobisch bei uns war oder so ne und.

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Die ist mir sehr wohl gesonnen, weil ich treibier regelmäßig Wiener Winzer oder österreichische Winzer auf die Gratisweine Spenden für den Ball, um dort Werbung damit zu machen. Und der habe ich das auch vorgestellt, die war gleich Feuer und Flamme. Ich sage deswegen noch, vielleicht weil es wieder an mir hängen bleibt, zu organisieren, wie ich das Bühnenbild da drüber kriege und dort aufbaue und von dort wieder zurück. Ich habe. 2 Ideen, wie man es umsetzen kann, aber bei beiden noch keine endgültigen Summen. Und da geht es dann schon. Der Fächer hat mich schon ein bisschen Geld gekostet, aber das Bühnenbild würde dann richtig Geld kosten, eigentlich mehr.

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Wie groß wäre das? Das Bühnenbild wäre zweieinhalb bis 3 Meter hoch, eher 3 Meter hoch und circa 14 Meter lang. Ja, das ist ein bisschen eine andere Größe. Was ich natürlich nicht im einen Stück sowieso nicht machen würde, selbst wenn ich in New York leben würde und es dort vor Ort machen würde. Es werden dann dreimal 3 Blöcke werden, aber die gehören dann eben auf Aluminiumrahmen aufgespannt mit mit Trägern bodenträgern und ja, das ist natürlich, da gibt es die Variante 1, die muss ich jetzt rausfinden, dass ich das Material rundherum, also die Aluminiumrahmen und die Steher in New York besorge und.

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Was am meisten Sinn machen wird, aber die Leinwände an dem Bild Male ich sicher ein halbes Jahr, das muss ich hier machen. Ich kann nicht, dann halt ja ich könnte schon, aber was mache ich heute für eine Jagdner und selbst dort, da müsste ich wieder Studio finden und sonst was also nein, ich werde es hier malen, jetzt wird das dann gerollt und in den 3 * 3, also quasi 3 Meter langen Rollen wird das dann rüber geliefert. Da stellen sich auch einige organisatorische Fragen, weil 3 Meter kriegst du nicht ganz einfach, so kannst du nicht zur Post gehen und sagen, dann schicken sie mir das kurz einmal rüber, das muss organisiert werden und das kostet auch alles richtig fett Geld. Vor allem, dass es sicher rüberkommt und nicht beschädigt wird oder irgendwas passiert.

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Gut, dieses Risiko hast du. Da muss man schauen, dass die die Röhren, in denen das Bild drinnen ist, eben stabil genug sind, dass da hoffentlich nichts passiert. Aber letztendlich, wir haben jetzt gerade wieder eine Picasso Monet Ausstellung in der Albertina und da kommen auch Bilder aus aller Welt um dann in der Albertina dargestellt zu werden. Die werden mit Kunsttransport transportiert, das ist unleistbar, da muss ich erst warten bis ich wie Jackson Bollock für so ein Bild 120000000 bekomme, dann können wir darüber reden, aber solange meine Bilder diese Preise nicht einmal noch nicht einmal noch ansatzweise erzielen. Ist das mit dem Kunsttrans einfach viel zu teuer? Deswegen muss ich das Risiko eingehen, dass es schon DHL wird.

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Die Verpackung muss halt stabil genug sein und dann hoffe ich, dass das Stück A ankommt und B im Ganzen ankommt, ganz klar. Irgendwelche anderen spannenden Projekte neben diesem New Yorker Projekt, die du von denen erzählen möchtest? Also ein für mich spannendes Projekt, weil ich sehr viel Zeit darin investiere. Ich habe jetzt. Homepage ist fertig. Ich hab den ersten Katalog gemacht, alles was in dem Katalog drinnen ist, ist entweder schon vergeben oder bei irgendwelchen Ausstellungen, das heißt ich bastle gerade an den zweiten Katalog, damit aktuellere Bilder drinnen sind, weil wenn ich jetzt dir den Katalog geb und du schaust dir den durch und sagst das und das und das und das Bild gefällt mir irrsinnig gut und ich sag ja und das und das und das und das Bild ist aber nicht mehr zum haben das da macht der Katalog keinen Sinn, ne?

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Und zusätzlich habe ich einen Prospekt jetzt gestaltet, einen Informationsprospekt für Galeristen und nächstes Jahr, also heuer, möchte ich schon beginnen mit Berlin, nächstes Jahr werde ich die ganzen Großstädte Europas abfahren und in alle namhaften Galerien gehen, die sich für abstrakten Expressionismus interessieren und B auch Künstler ausstellen, die jetzt nicht Picasso, Monet, Bolog oder Lee Graevner heißen Ne, sondern die auch was mit. In meinem Fall etwas verwirrend mit Junge mit junge Künstler machen die noch nicht so berühmt sind. Ich bin zwar nicht mehr jung, aber noch nicht so berühmt deswegen und ich möchte das persönlich machen, ich möchte Termine haben bei den Galerien, ich möchte diesen Prospekt den Galeristen persönlich in die Hand geben und mit ihm dann auch die Zeit haben, ich möchte einen Termin, dass der eine halbe Stunde zumindestens Zeit hat, mit mir ein bisschen zu plaudern und dass man rausfindet, ob man

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einen Weg hat, weil jetzt einfach nur einen Prospekt irgendwo hinschicken. Ich glaub und weg ist er in den Müll. Dafür ist mir die Arbeit und das Papier einfach zu schaut und b ist es für mich auch interessant diese ganzen Städte abzufahren, weil ich mir ein bisschen den Markt anschaue, weil ich mich mich auch immer war in New York so allen voran mich auch sehr gerne inspirieren lasse von anderen Künstlern. Mir geht es nicht, also für mich die größte Inspiration war der New York Ausflug, weil ich festgestellt habe, nach dem Kauf von vielen Kunstbüchern, dass ein Großteil der New York School meine großen Favoriten sind.

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Jackson Pollock, the Cooning, Lee Kraffner, John Mitchel, Helen Westenthal Klein, die sind ein Hammer, nur ich habe das alles in Prospekten gesehen, bis zu dem Zeitpunkt oder im Fernsehen vielleicht ein bisschen größer oder so, oder am Computer kannst du das ein bisschen aufblasen und anschauen. Und dann bin ich in New York gewesen und wie ich das erste Mal in New York war, bin ich jeden Tag in mindestens 3 Museen gegangen und hab die ganzen großen Wahnsinnsmeister alle auf einmal live von mir gehabt und glaube mir, wenn du vor einem Jackson Bullock 3 * 4 Meter Größe stehst und du magst diese Art von Kunst, hau dich das um. Es ist einfach unfassbar schön. Und den Genuss werde ich mir verbindend. Mit meinen Promotiontouren werde ich mir natürlich den Genuss leisten, dass ich mir in den ganzen Großstädten auch anschaue, was so alles hängt.

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Was mich jetzt langsam zum Abschluss kommen noch interessieren würde. Ich habe schon ein 2 Gäste gehabt, die viel Zeit im Ausland verbringen und immer wieder gerne nach Wien durch zurückkommen mit und die haben einer hat mal eine ganz gute Aussage getroffen, zu Hause ist das immer noch am schönsten. Im Sinne von, man lernt erst zu schätzen, diese vielen, vielen Kleinigkeiten, die man hier hat, wenn man mal längere Zeit woanders war, vieles gesehen hat. Wie empfindest du das? Also ähnlich und und kann ich alles so wie du es gesagt hast unterschreiben? Bei mir hat sich nur durch das Aufwachsen in 3 Ländern und in 3 unglaublich schönen Städten, sprich geboren eigentlich 4 Länder, weil geboren bin ich in der italienischen Schweiz in Lugano.

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Dann groß geworden in Venedig, weiter groß geworden in Paris und dann erst nach Wien gekommen. Zu Paris hab ich interessanterweise kaum mehr Bezug und Paris hat sich auch so unfassbar verändert, dass ich mit der Stadt aus meiner Kindheit und in Paris, was es heute ist, nichts mehr verbindet, da ist, da ist nichts mehr, ja, in der Eiffelturm steht noch, ja gut. Und Mutter Louvre. Ja, aber wenn wir zum Beispiel den Plas de Bomatra hernehmen, wo meine Mutter jeden zweiten Künstler kannte damals, das ist es auch nicht mehr, diese ganzen Kids Bilder, die jetzt dort gemacht werden für den Tourismus, hat nichts mehr damit zu tun, mit den Künstlern, die da noch gearbeitet haben in den 60er 70er Jahren, aber Venedig ist ein zweites Zuhause für mich immer schon gewesen, ich bin 34 mal im Jahr in Venedig, und wenn es nur 2 Tage sind, dann.

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Also da hab da zu Hause ist. Am schönsten gilt für mich hier in Wien und liegt in Venedig und ja unterschreibe ich, ich liebe Wien und ich bin gerne in Wien und werd Wien mit größter Wahrscheinlichkeit nie ganz verlassen, sicher nicht, egal was da jetzt mit der Kunst weiter passiert, weil es ja weil es mein mein Zuhause ist. Ich bin ein echt Wiener Kind, das ist das ist einfach so, auch wenn ich überall groß geworden bin. Und ich merke, dass New York also eine Woche in New York, so sehr ich mich wie ein kleines Kind freue, wieder Hinzufliegen, nach einer Woche in New York bist du so heilfroh, dass du wieder raus bist aus dieser Stadt, die ist so elektrisch, die ist so impulsiv, die ist so geladen, es ist überwältigend, ich bin nach der Wohnung, nach der Wochen durch, ich bin erledigt und ich bin froh, wieder in dieses Gmiertliche, ruhige Wien reinzukommen.

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Also ja, ist bei mir genauso. Bei Gmärlich und ruhiges Wien fällt mir immer die Erzählung von von Freunden oder Bekannten, die Halt irgendwo im Land leben, so ganz weit draußen in einer kleinen Gemeinde, irgendwo, was weiß ich in Niederösterreich, Oberösterreich, dann ins große große Wien kommen und sagen, ja das das könnte ich nie aushalten, wie du hier lebst finde ich immer. Da bekomme ich immer so ein Schmunzeln, weil ich dann halt an Städte wie Berlin wie Paris oder wie London oder New York, dass du gerade erwähnt hast, denken wir, dass es mal so ganz andere Größen. War natürlich das ist, das ist eben das liebenswerte an Wien, obwohl es eine große Stadt ist, eine Weltstadt ist eine Sicherheit der wichtigsten Kulturstädten auch ist, ist Wien trotzdem immer so. Dieses Gmierdliche ist nie so ganz rausgegangen natürlich also.

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Wenn man die letzten Vorweihnachtswochen über den Graben läuft, ist das da. Kann ich dann auch gleich nach New York fliegen, weil da das ist. Du kommst ja nicht mehr durch. Durch aber die Woche zwischen Weihnachten und Silvester, da ist tote Hose. Naja, da sind dann nur mehr die Touristen da, weil unsere Leute liegen dann meistens von Familie und feiern Gecken Komatisiert herum und warten, sammeln in der Woche die Kraft um Silvester wieder zu überstehen. Aber du siehst es ganz stark im Kamel natürlich, wir sind ja gleich um 6 vom Graben, in der Woche ist wirklich nur der Tourismus da, da sind die Wiener, wenn wenn sie nicht Koma Couch liegen machen, dann sind sie irgendwo Skifahren oder am Land oder sonst irgendwas.

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Ja, eben das verschlafene, das Ruhige kommt dann am Kosten durch. Kommt dann Gott sei Dank wieder zurück. Magst du uns noch? Um das Ganze abzurunden, sagen was? Was verlangst du denn aktuell für so ein Bild? Naja, das was jetzt hinter uns hängt wäre bei 5800€. Es gibt eine ungefähre Regel, es gibt ja einen Künstlerfaktor, der schon ein bisschen den Markt bestimmt und ja, du kannst mehr verlangen, aber. Zurück mit den Preisen gehen rate ich jedem Künstler ab, weil man dir das jetzt um 5800 verkauft und in einem Jahr denke ich mir, na das ist teuer, da kriege ich nichts. Ah, ich verkaufe es jetzt um 2000, dann wirst du mich fragen ob ich irgendwo angekommen bin, also ich ich nähere mich sehr vorsichtig meinen eigenen Künstlerfaktor ich bin drunter ganz bewusst drunter, ich bin in

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der glücklichen Lage ein Vielmaler zu sein, es gibt Künstler, die Malen 23 Bilder im Jahr. Weil einfach der Prozess vom Bild oder die Kreativität von Künstlern, mehr nicht. Dann musst du halt dann preislich viel höher sein damit oder von dem. Genau ist genau und dadurch, dass ich aber wahnsinnig viele Bilder male, weil ich fast jeden Tag in Mattelier bin und irgendwie zumindest eine Stunde und manchmal bis zu 1213 Stunden, habe ich natürlich dementsprechend viele Bilder und mir ist es lieber, 10 Bilder unterpreis oder sagen wir Unterkünstlerfaktor verkauft zu haben, als nur 2 Bilder in dem ich. Zu wild und zu schnell mit den Preisen nach oben gehe also der Quadratmeter mit 14 / 1500 zu rechnen, das gebe ich immer so als als Maß her wird.

45:20

Umso kleiner. Das Bild ist manchmal ein bisschen höher sein, also ich habe einmal ein Meter ist bei mir schon Kleinformat, ich male kaum oder selten kleinere Bilder, aber einmal ein kann genauso aufwendig und schwierig zu malen sein wie ein 4 x 4 Meter Bild. Da kann es schon sein, dass das kleine Bild dann 2000 kostet und das trotzdem nur 5800 kostet, obwohl es viermal so groß ist. Das das ist so ein, aber dieses Spiel siehst du bei allen Künstlern. Das ist so, weil das Format nicht immer die Aussage über die Intensität und die Arbeit dahinter ist. Ne ist klar, es gibt ich habe ein 24 * 4 Bilder die haben gedauert eine Woche und ich habe 23 einmal ein Meter Bilder an denen ich.

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Wochen gearbeitet hat Monate gearbeitet. Hat was was bindet da die Zeit? Das wäre wirklich interessant. Na ja, zum einen der Ablauf. Wir sehen es jetzt leider von hier nicht, aber wir haben hier ein Bild, das im Action painting Stil von mir gemalt ist. 2 Meter mal 2 Meter, das heißt Action and Trip Painting ist eigentlich. Man sagt, Jackson Bollock hat es erfunden. Es gibt allerdings eine polnische Künstlerin, die ein paar Jahre vorher den Stil auch schon gemacht hat, nur war die nicht so berühmt wie der Jackson Bollock zur absoluten Perfektion hat es der Jackson Bollock gebracht, also den den Ruf kann man ihn nicht abstreiten, unter Spritzton steht es zu Farben.

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Und gehst mit einer Farbe über die nächste drüber, über die nächste wieder drüber, nächste wieder drüber. Jetzt gibt es eine Entscheidung für den Künstler, will ich, dass die jetzt zusammenfließen, dann kann ich gleich weitermachen, will ich, dass die nicht zusammenfließen, muss ich die eine Schicht einmal trocknen lassen, bis ich mit der nächsten Draufgehe also dieses Bild hat sicher an die 20 bis 30 Schichten das Auftragen einer Schicht eine Stunde, eineinhalb 2. Das warten, bis das Acryl trocken genug ist, dass ich mit der nächsten mache 45 Stunden, das heißt dieses Bild, eine Schicht dieses Bildes ist nicht ist ein Tag ich mal an 45 Bildern oft gleichzeitig, weil ich ein ungeduldiger Mensch bin, aber das ändert nichts an dem Zeitablauf, den ein Bild in Anspruch nimmt.

47:40

Beim nächsten Tag gehe ich mit der nächsten Schicht wieder warten, vielleicht noch eine zweite Schicht, der Tag ist vorbei und so geht es halt dahin, also. Und das kann bei so einem kleinen Bild oft genauso lange dauern. Ja, ich glaube, weil das trocknet ja nicht wesentlich schneller. Und dann habe ich ein Bild, das auch bei euch hängt. Das heißt Favela, wo ich mit Stöcken die unterschiedlichen Farben gezogen habe, nach oben, nach unten, nach links, nach rechts, um dann den Effekt der Favelas von Brasilien hinzubekommen. Dadurch, dass du dann mit den Stöcken arbeitest und die Farben ineinander fließen lässt, hat dieses Bild 23 Tage gedauert. Das Resultat, beides sind sehr sehr schöne Bilder, der Arbeitsaufwand ist komplett ungleich, deswegen kann man Kunst auch nicht nach dem Arbeitsaufwand nur alleine oder nach der Größe nur alleine

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bemessen klein hat. Mit ganz dicken schwarzen Pinseln einen Strich da oben, einen Strich so und noch einen zweiten so runter gezogen. Das Bild war fertig, es wird sicher viele Leute geben, das ist ja keine Kunst, wenn es davor stehst. Die Auflösung der Farbe, die er genommen hat, allen, der hat sich bei jedem Millimeter was er da gemacht hat ganz genau was dabei gedacht und hat einen Effekt dabei erzielt. Jetzt sitzt die Frage mindert, mindert das die Kunst, dass er nur. Stunde braucht, hat für das Bild macht das Kunst größer, weil du 3 Jahre drauf gearbeitet hast. Meines Erachtens nach Nein das weil also der letzte Client ist, glaube ich um 80000000 bei Christis Otto ist rausgegangen OK, also ich hab noch kein Bild um 80000000 verkauft, nicht einmal das wo ich am längsten gebraucht hab ist nur ansatzweise auf der Preisklasse

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also. Irgendwo. Ich verwunde mal, wenn du 80000000 für ein Bild verkauft hättest, würdest du auch nicht mehr im schwarzen Kamel haben. Das wäre meine Vermutung und ich. Ich würde endlich Gast sein im Schwarzkamel. Ich würde mich hinsetzen und mal Schnitzel bestellen. Ein sehr gutes Schnitzel, ja, muss man sagen, sehr gut, das vor allem das Aufgeschnittene, das ist super. Befangenheit lasse ich mir da nicht nachsagen. Das Beste der Stadt. Es ist auf jeden Fall etwas. Ich habe es gerade gestern Abend wieder genossen. Siehst du. Immer hervorragend, immer hervorragend. Ja, hast du noch eine letzte, wenn man vielleicht, ich glaube, viele von meinen Hörerinnen und Hörern haben sich bisher wenig mit Kunst befasst oder wenig mit Kunst beschäftigt und haben jetzt wahrscheinlich auch nicht die Zeit, dass sie da jetzt Stunden darauf verwenden, sich da einzulesen oder sich da einzuarbeiten, aber wenn man ein bisschen gespürt dafür man bekommen mag wie, wie bekommt

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man am besten dahin? Es ist tatsächlich die Kunst braucht seine Zeit. Es ist tatsächlich, vielleicht gibt es Leute, die in ein Museum reingehen und voll drinnen sind, wird es sicher auch geben, aber ich merke es bei mir selber und ich bin von klein auf mit Kunst groß geworden durch die vielen Museumsbesuche, die ich, seit ich jetzt voll in der Malerei bin, seit New York und seit dem Lockdown besuche ich ja. Jede auch nur erdenklich Ansatzweise brauchbare Kunstausstellung, weil es mich wirklich interessiert, was andere auch machen, weil es mich inspiriert und und fortbringt und ich weiß, dass mein Auge auf die Kunst, dass ich noch vorm Lockdown hatte, obwohl ich in einer Künstlerfamilie groß geworden bin und mein Auge, was ich jetzt habe, wenn ich mir Bilder anschaue, das ist wie. Das war ein Student und das ist ein Professor. Das ist jetzt keine Hochtrabende

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mich selbst Verherrlichung als Professor, sondern ich meine nur vom Wissensstand, vom vom Auffassungsvermögen, vom von der Detailgenauigkeit, vom vom Begreifen, von Lichteffekten und was sich der gedacht hat dabei und sonst was, davor war es noch so, ich habe Büxing und hab gesagt, ist schön oder ist nicht schön. Sollte auch für Menschen, die sich mit Kunst nicht viel auseinandersetzen wollen, das einzig wichtige Kriterium sein. Gefällt es mir oder gefällt es mir nicht? Man muss jetzt nicht zum Spezialisten für abstrakten Expressionismus werden, wenn einem die Schmiererei nicht gefällt, es macht keinen Sinn für jemanden, es gibt noch immer 100000 Menschen, die sagen werden, wenn sie die Schüttbilder von einer Nietzsch sind, die Blutschmiererei finde ich einfach nur unappetitlich, dann lass es. Du musst dir ja kein Heimhängen Leben und du musst es auch nicht verstehen lernen.

52:17

Kunst ist was sehr subjektives, das ist wie Musik der eine. Oder Wein. Oder dein. Der eine geht in jede Oper und liebt und der nächste ist schon wieder so, dass er sagt, Ne, die die leichtfüßigen Opern der Italiener, ja, aber den Wagner mag ich nicht. Und der nächste sagt, Na also dieses Gequietsche da unten. Na das holt ich überhaupt nicht aus und der nächste wiederum Rammstein, der sagt, Na geh, du gehst auf ein Rammstein Konzert, na der hat wir na das holt er dich nicht aus Na na furchtbar und für den nächsten ist es aber der singt mit jedem einzelnen Text und kann jede Silbe auswendig, weiß genau was als nächste auf der Bühne passiert, weil er schon zum 50.

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Mal auf ein Rammstein Konzert war. Also man muss seinen persönlichen Zugang dazu finden und umso. Mehr man sich für Kunst interessiert, umso mehr Zeit wird man auch dafür aufbringen wollen und müssen. Nur ok, ab jetzt bin ich kunstbeflissen, das geht nicht. Ich glaube, dein Hund sendet uns gerade die Message, dass wir langsam zum Ende kommen müssen. Hast du noch die letzte Botschaft für. Sitz du meinst deine Botschaft? Geh doch für die Gäste. Was habe ich für eine Botschaft, nachdem ich kein Philosophie Philosoph bin, brauche ich keine Botschaften da verteilen.

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Einen Wunsch habe ich jeder, der sich auch nur halbwegs für abstrakten Expressionismus interessiert, besucht zu meiner Ausstellung. Ich freue mich schon darauf, wenn wir diese schönen Bilder in unserem Büro demnächst mal präsentieren dürfen. Vor vielen Schaulustigen Gästen. 18. November. Ja, und wenn euch diese Folgen gefallen hat, dann folgt bitte meinen Kanälen. Ich bin auf allen großen Plattformen mittlerweile dadurch, dass wir jetzt auch Video machen auf Youtube und teilt es mit euren Freunden und jedem, der an diesem Herrn und seiner Kunst interessiert ist.

54:17

Ausgewählte Fundstelle · ca. 54:17

Danke euch und auf Wiedersehen. Danke auch.

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