Zwischen Bognergasse und Ballhausplatz.Mit Nikolaus (Niko) Hutter & Felix Geyer

US-Midterms - Was sich für Trump und Europa entscheidet

Niko & Felix
4. November 2026 · 56 Min.

Niko Hutter und Felix Geyer diskutieren, wie andere Mehrheiten im US-Kongress Trumps Spielraum bei Budget, Gesetzen und Personal verändern könnten. Es geht um Wahlkampfgeld, politische Mobilisierung und Europas Verantwortung für die eigene Sicherheit. Aufgenommen am Abend des 3. November 2026, vor den ersten Wahlergebnissen.

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Nikolaus Hutter

Gastgeber · führt durch die Gespräche

Nikolaus Hutter, bekannt als Niko Hutter, ist Gastgeber von „So sind wir“ und Co-Host von „Niko & Felix“ auf sosindwir.at. Er spricht mit Unternehmern, Ökonomen, Journalisten und politischen Insidern über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Österreich.

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Felix Geyer

Co-Host · diskutiert und ordnet ein

Felix Geyer ist Co-Host von „Niko & Felix“ im Podcast „So sind wir“ und Gründer von FEG Advisory. Mit Nikolaus (Niko) Hutter diskutiert er über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Österreich und Europa. In seinen Kolumnen auf Substack ordnet er politische und wirtschaftliche Entwicklungen ein.

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Im Podcast
Co-Host des Formats „Niko & Felix“
Beruflicher Hintergrund
Gründer von FEG Advisory; europäische Politik, Beratung und Public Affairs
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107 Beiträge · 11 angezeigt

Kurz & direkt

4. November 2026

Hand mit einem Fächer aus US-Dollar-Banknoten · Symbolbild zur Wahlkampffinanzierung
Macht mehr Wahlkampfgeld die Demokratie lebendiger?

Demokratie

Felix sieht im amerikanischen Wahlkampf eine lebendige Mobilisierung für politische Ideen. Niko hält die Macht großer Geldgeber dagegen und fragt, wie demokratisch ein Wahlkampf bei solchen Finanzmitteln noch bleibt.

Originalstelle · ca. 10:19

Jetzt kann man sagen, ja, ja, der Ankel Simon und seine Kapitalismusmaschine. Aber du merkst halt, dort ist halt auch die Demokratie lebendiger. Ja, wie man es nimmt. Diese, es gibt halt massive Spenden. Es gibt da so ein System, das nennt sich Superpacks. In diese Superpacks zahlen verschiedenste Spender Geld ein und die geben das Geld dann aus. Das ist so ein bisschen ein, wenn man ehrlich ist, ein Umgehungssystem, weil du ja grundsätzlich Spenden in den USA sehr stark offenlegen musst. In den Superpacks selber ist es dann, ja, man muss schon sagen, woher es kommt, aber man kann es ein bisschen besser, sage ich mal, weniger transparent über diese Tools gestalten. und manche, also wenn man sich anschaut, wie gewisse, wenn man sie so bezeichnet, Oligarchen, Elon Musk oder verschiedene andere da Gelder einsetzen, ist halt die Frage, wie demokratisch das da noch ist, wenn solche Finanzmittel im Einsatz sind.

Kontext davor und danach

Davor

Also, um da mal Größenordnungen zu bringen, die Republikaner haben im letzten Monat über 100 Millionen Dollar an Werbegeldern rausgeblasen für diese Wahl. Sollte verraten, wie kritisch sie diesen Staat sehen. Ich finde das aber so spannend, so als brutalen Konterpart sozusagen zu unserem politischen System, das ja, sage ich einmal, sehr starr ist. Wir sprechen ja von hunderten Millionen Dollar, die da einfach für Wahlen gebuttert werden und ausgeschüttet werden.

Danach

Für Werbung, für Beeinflussung, wenn hergegangen wird. Und, naja, mal so, mal so, sage ich mal so. Also es kommt halt auf die Grundstimmung an. Du kannst nicht eine komplett negative Grundstimmung gegen dich auf einmal von 100 auf 100 zu 1 umdrehen. Du kannst aber schon hergehen und das versuchen sie ja aktuell. In Staaten, wo die Stimmung schlecht ist, aber wo es halt knapp ist, um ein paar Prozentpunkte, dass sie versuchen, ihre eigenen Wähler zu stärker zu mobilisieren, da kannst du schon sehr stark Einfluss nehmen, muss ich sagen. Was machen die mit diesen Unmengen an Kohle dort?

Sinngemäße Zusammenfassung aus dem Gespräch. Automatisches Transkript, noch nicht redaktionell korrigiert. Zeitmarken sind ungefähr.

Eurofighter der deutschen Luftwaffe bei der ILA 2024 · Archivfoto und Symbolbild zur europäischen Verteidigung
Europa muss seine Verteidigung selbst tragen

Europa

Andere Mehrheiten im US-Kongress würden Europa nach Ansicht von Niko und Felix nicht davon entbinden, handlungsfähiger zu werden und seine Interessen weltweit durchzusetzen. Die Zeit, in der Europa auf amerikanischen Schutz vertraut und die eigene Verteidigung zurückgefahren hat, sei vorbei.

Originalstelle · ca. 53:38

Wir gehen davon aus, dass die Republikaner die Mehrheiten sowohl im Haus als auch im Senat verlieren werden. Es ist dann jetzt das wahrscheinlichste Ergebnis. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Senat republikanisch bleibt, aber wie gesagt, wahrscheinlich, wir werden, also unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, Zuschauer und Zuschauer, werden es morgen, wenn sie sich das anhören, wissen. Also sie werden es wahrscheinlich schon wissen, wenn wir um sechs veröffentlichen, dann wird man schon mehr wissen als jetzt, sage ich mal so. Und die schlechte Nachricht für uns in Europa, das wird nicht bedeuten, dass wir uns wieder zurücklehnen können und auf Big Daddy America verlassen können, sondern dass es weiter an uns hängt, handlungsfähiger zu werden und nicht unsere Interessen auch global durchzusetzen. Absolut richtig. Nein, also die Zeiten, wo wir uns auf die USA verlassen konnten, unsere Verteidigungsausgaben unterschrauben konnten in den Keller und eine Friedensdividende uns auszahlen konnten, die sind endgültig vorbei. Das muss wirklich jedem klar sein. Nikolaus, danke für das Gespräch. Danke dir. Ich darf noch einmal sagen, wer nicht genug davon hat und sich weiter informieren möchte und wer das vielleicht noch nicht ganz verstanden hat, auf so sind wir.at findet sich ein Artikel zu dieser Folge, werden sich finden Hot-Ticks zu dieser Folge, wird sich finden amerikanische Midterms für Dummies, wird sich finden ein Meinungs-Piece von mir zu diesem Wahlergebnis oder zu den Implikationen und wer sich dann auch noch für das Thema KI weiter interessiert,

Kontext davor und danach

Davor

wenn die Russen stundenlang vor den Bäckereien anstehen, um dieses Brot zu bekommen. Okay. Aber das ist halt ein super Beispiel für die Einstellung gegenüber dem Begriff Socialist oder Communist in den USA. Für die ist das halt das Feindbild schlechthin gewesen, lange Zeit. Ist teilweise in gewissen Gegenden immer noch mittlerweile weniger, aber damals halt bist du totfeind. Totalitäre Systeme. Die Republik, die Wahlen werden schneller.

Danach

auch dazu gibt es viele Artikel, warum in China die KI-Klublase schon geplatzt ist und warum sie in Amerika jetzt nicht unbedingt platzen muss. Ich kann euch nur empfehlen, hört es rein und viel Vergnügen dabei und bis zum nächsten Mal. Schönen Tag.

Sinngemäße Zusammenfassung aus dem Gespräch. Automatisches Transkript, noch nicht redaktionell korrigiert. Zeitmarken sind ungefähr.

2. November 2026

1. November 2026

31. Oktober 2026

Blick in die reich verzierte Kuppel des Kunsthistorischen Museums in Wien.
Kunst muss dir gefallen. Erklären musst du sie nicht.

Gesellschaft

Wer sich nicht intensiv mit Kunst beschäftigen möchte, darf nach dem eigenen Geschmack entscheiden. Pablo Meier-Schomburg hält Gefallen für ein ausreichendes Kriterium. Ein genauerer Blick entwickelt sich durch Interesse und Zeit.

Originalstelle · ca. 51:26

mich selbst Verherrlichung als Professor, sondern ich meine nur vom Wissensstand, vom vom Auffassungsvermögen, vom von der Detailgenauigkeit, vom vom Begreifen, von Lichteffekten und was sich der gedacht hat dabei und sonst was, davor war es noch so, ich habe Büxing und hab gesagt, ist schön oder ist nicht schön. Sollte auch für Menschen, die sich mit Kunst nicht viel auseinandersetzen wollen, das einzig wichtige Kriterium sein. Gefällt es mir oder gefällt es mir nicht? Man muss jetzt nicht zum Spezialisten für abstrakten Expressionismus werden, wenn einem die Schmiererei nicht gefällt, es macht keinen Sinn für jemanden, es gibt noch immer 100000 Menschen, die sagen werden, wenn sie die Schüttbilder von einer Nietzsch sind, die Blutschmiererei finde ich einfach nur unappetitlich, dann lass es. Du musst dir ja kein Heimhängen Leben und du musst es auch nicht verstehen lernen. Kunst ist was sehr subjektives, das ist wie Musik der eine. Oder Wein. Oder dein. Der eine geht in jede Oper und liebt und der nächste ist schon wieder so, dass er sagt, Ne, die die leichtfüßigen Opern der Italiener, ja, aber den Wagner mag ich nicht. Und der nächste sagt, Na also dieses Gequietsche da unten. Na das holt ich überhaupt nicht aus und der nächste wiederum Rammstein, der sagt, Na geh, du gehst auf ein Rammstein Konzert, na der hat wir na das holt er dich nicht aus Na na furchtbar und für den nächsten ist es aber der singt mit jedem einzelnen Text und kann jede Silbe auswendig, weiß genau was als nächste auf der Bühne passiert, weil er schon zum 50.

Kontext davor und danach

Davor

man am besten dahin? Es ist tatsächlich die Kunst braucht seine Zeit. Es ist tatsächlich, vielleicht gibt es Leute, die in ein Museum reingehen und voll drinnen sind, wird es sicher auch geben, aber ich merke es bei mir selber und ich bin von klein auf mit Kunst groß geworden durch die vielen Museumsbesuche, die ich, seit ich jetzt voll in der Malerei bin, seit New York und seit dem Lockdown besuche ich ja. Jede auch nur erdenklich Ansatzweise brauchbare Kunstausstellung, weil es mich wirklich interessiert, was andere auch machen, weil es mich inspiriert und und fortbringt und ich weiß, dass mein Auge auf die Kunst, dass ich noch vorm Lockdown hatte, obwohl ich in einer Künstlerfamilie groß geworden bin und mein Auge, was ich jetzt habe, wenn ich mir Bilder anschaue, das ist wie. Das war ein Student und das ist ein Professor. Das ist jetzt keine Hochtrabende

Danach

Mal auf ein Rammstein Konzert war. Also man muss seinen persönlichen Zugang dazu finden und umso. Mehr man sich für Kunst interessiert, umso mehr Zeit wird man auch dafür aufbringen wollen und müssen. Nur ok, ab jetzt bin ich kunstbeflissen, das geht nicht. Ich glaube, dein Hund sendet uns gerade die Message, dass wir langsam zum Ende kommen müssen. Hast du noch die letzte Botschaft für. Sitz du meinst deine Botschaft? Geh doch für die Gäste. Was habe ich für eine Botschaft, nachdem ich kein Philosophie Philosoph bin, brauche ich keine Botschaften da verteilen.

Sinngemäße Zusammenfassung aus dem Gespräch. Automatisches Transkript, noch nicht redaktionell korrigiert. Zeitmarken sind ungefähr.

Bildnachweise
Quellen und Redaktion

Artikel und „Stoff für Debatten“ entstehen aus den veröffentlichten Podcastfolgen. Maßgeblich sind die Originalstellen mit Kontext. Automatische Transkripte und KI können Fehler enthalten. Kolumnen von verlinken auf den Originalbeitrag bei Substack.

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