Willkommen bei So sind wir zwischen Bognergasse und Ballhausplatz. Hier spreche ich mit Menschen aus Politik und Wirtschaft, die hinter die Kulissen Österreichs blicken. Ungeschminkt und ungekürzt. Mein Name ist Niko Hutter. Die Frage, die ich mit meinem heutigen Gast bespreche ist, wie kommuniziert die Regierung ein Problem, das sie nicht lösen will. Ich sitze hier mit dem Peter Stadlmüller, dem Wirtschaftsredakteur der Kronen Zeitung, der trotz seines vergleichsweise jungen Alters schon sich gut in österreichischen Journalismus etabliert hat. Herr Peter, herzlich willkommen.
Peter Stadlmüller: Die Freiheitlichen sind ein guter Feuermelder, aber kein guter Feuerlöscher.
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Mit Wirtschaftsredakteur Peter Stadlmüller spricht Niko über Journalismus, widersprüchliche Budgetzahlen und politische Kommunikation. Sie diskutieren Pensionen, ausbleibende Wirkungsmessung und den Erfolg der FPÖ als politische Protestadresse.
Redaktionell zusammengefasst aus der Folgenbeschreibung.
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Wie erklärt eine Regierung fünf Milliarden Konsolidierung, wenn die Hälfte davon gar keine Einsparung ist? Und wie berichtet Journalismus über ein Problem, das die Politik seit zwanzig Jahren kennt und nicht lösen will?
Peter Stadlmüller ist Wirtschaftsredakteur der Kronen Zeitung und seit zehn Jahren einer der jüngsten Stimmen im österreichischen Wirtschaftsjournalismus. In dieser Folge sprechen wir über die Kommunikationslücke zwischen dem, was Regierungen ankündigen, und dem, was sie tatsächlich umsetzen und darüber, was der Job des Journalismus in unserem System eigentlich ist.
Wir reden über die unterschiedlichen Budgetzahlen von Fiskalrat und Finanzministerium, darüber wie Think Tanks wie Agenda Austria oder das Momentum Institut einzuordnen sind, und warum das Pensionssystem das zentrale Budgetproblem Österreichs ist, obwohl die Lösung seit Jahrzehnten auf dem Tisch liegt. Und wir fragen: Warum macht eine Regierung die notwendigen Reformen nicht, wenn sie weiß, dass sie notwendig sind?
Die Antwort, die Peter Stadlmüller gibt, ist so einfach wie unbefriedigend und erklärt gleichzeitig, warum die Freiheitliche Partei dort abholt, wo andere Parteien seit Jahren versagen.
„So sind wir - Zwischen Bognergasse und Ballhausplatz" ist der Podcast über die Strukturen hinter der österreichischen Politik und Wirtschaft.
Kapitel:
00:00:00 Intro
00:00:18 Mit 19 in die Krone
00:03:47 Arbeitsalltag in der Redaktion
00:06:10 Journalismus für Krone-Leser
00:10:20 Fiskalrat vs. Finanzministerium
00:14:35 Think Tanks und Einordnung
00:16:26 Ankündigungspolitik und Vertrauen
00:22:30 Milliarden ohne Wirkungsmessung
00:27:10 Leaks: Wenn Journalisten zu früh wissen
00:31:25 Ressortgrenzen in der Redaktion
00:32:35 Pensionen als Budgettreiber
00:38:13 Pensionsreform und Wahlangst
00:42:49 Vertrauen als politische Ressource
00:44:31 Kickl und der Feuermelder
00:49:29 Ausblick
Kapitel.
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- 0:00Intro
- 0:18Mit 19 in die Krone
- 3:47Arbeitsalltag in der Redaktion
- 6:10Journalismus für Krone-Leser
- 10:20Fiskalrat vs. Finanzministerium
- 14:35Think Tanks und Einordnung
- 16:26Ankündigungspolitik und Vertrauen
- 22:30Milliarden ohne Wirkungsmessung
- 27:10Leaks: Wenn Journalisten zu früh wissen
- 31:25Ressortgrenzen in der Redaktion
- 32:35Pensionen als Budgettreiber
- 38:13Pensionsreform und Wahlangst
- 42:49Vertrauen als politische Ressource
- 44:31Kickl und der Feuermelder
- 49:29Ausblick
Das Gespräch zum Lesen.
Automatisches, noch nicht redaktionell korrigiertes Transkript. Namen und einzelne Wörter können fehlerhaft sein. Die Zeitlinks führen ungefähr an die jeweilige Stelle.
Danke für die Einladung. Freut mich, dass du da bist. Herr Peter, kannst du zum Einstieg ein bisschen was über deinen Werdegang erzählen? Wie bist du Journalist geworden und was bewegt einen jungen Menschen in der heutigen Zeit, wo der Journalismus, der Printjournalismus jetzt nicht gerade eine sehr wachsende Teil der Wirtschaft ist? Was motiviert einen dazu, in dieses Feld einsteigen zu wollen? Ja, also wenn man sich die Branche anschaut und wie sie geht, es ist ja eine im Endeffekt schrumpfende Branche, dann kann man natürlich sagen, warum kommt man da auf die Idee, dass man sich genau diesen Beruf aussucht, um Journalist zu werden. Also man braucht sicher eine gewisse Leidenschaft und eine gewisse Passion für den Journalismus. Bei mir war das immer so, dass auch in der Schulzeit wollte ich schon immer diesen Weg einschlagen. Mir hat das Schreiben
immer sehr viel Spaß gemacht und das Recherchieren, das Erfahren und Herausfinden, wie war etwas wirklich. Und ich war auch immer recht interessiert in wirtschaftliche Themen. Und ich bin dann mit 19 Jahren, habe ich ein Praktikum gemacht in der Wirtschaftsredaktion der Kronenzeitung und bin dann sozusagen als freier Mitarbeiter an Bord geblieben. Nach mehreren Jahren dann fix angestellt worden in Teilzeit, habe mein Studium noch weiter absolviert, Volkswirtschaft habe ich studiert und bin dann letztendlich als vollwertiger Teil der Redaktionen aufgenommen worden und bin jetzt eben seit insgesamt schon zehn Jahren bei der Krone tätig. Und wie gesagt, Journalismus ist ein toller Beruf, es macht
Spaß und ich habe auch nie bereut, dass ich den Beruf ergriffen habe, aber man sollte schon eine gewisse Überzeugung für den Job haben. Und dann muss man sicher auch ein bisschen Glück haben, dass man in den Beruf gut hineinkommt. Und ich hatte damals auch wirklich das Glück, dass ich gut hineinwachsen konnte. Und ich habe am Anfang immer laut der kleinen Artikel geschrieben oder habe solche Servicegeschichten geschrieben. Bist du der jüngste Redakteur bei euch in der Redaktion? Also in der Wirtschaftsredaktion, in der gesamten nicht. Und ich war ganz am Anfang, so mit 20, 21 war ich sogar mal der jüngste Redakteur in der ganzen Redaktion.
Ja. Na, sicher spannend, wenn man da so als ganz frischer Junge mit, was hast du gesagt, 21 Jahren? Nein, mit 19 habe ich begonnen. Okay, alles klar. Spannend. Und wenn man sich jetzt den Journalismus vorstellt und das in unseren Kreisen tut, dann hat man oft das Bild aus der Zeit vor der heutigen Zeit, vor digitalen Medien vor Augen, also die Welt der 80er, die gute alte Zeit, wie sie manche nennen, wo ein Journalist einen Artikel am Tag geschrieben hat und anschließend den Stift bzw. die Schreibmaschine von der Schreibmaschine aufgestanden ist und ins Kaffee gewandert ist, den Spritzer getrunken hat und das war es für den heutigen Tag.
Kannst du den Leuten deinen Arbeitsalltag beschreiben? Wie schaut ein Arbeitsalltag in der KRONE-Redaktion, in der Wirtschaftsredaktion aus? Also ich möchte jetzt auch nicht allen älteren Kollegen vorwerfen, dass sie mir in den 80er Jahren nur Spritzer getrunken haben zum Mittag und mit allem um elf fertig waren. Das war es vielleicht auch nicht, aber es ist sicher der Druck gestiegen. Und man musste früher, gerade bei einer Zeitung wie der KRONE, auch einfach weniger Text schreiben, weil man da nur die Printgeschichte machen musste und nicht alles auch für Online anlegen musste.
Mittlerweile hat man da sicher mehr zu tun und die Redaktionen sind alle personell kleiner aufgestellt und deswegen muss der einzelne Journalist sich um mehr Themen kümmern, mehr Geschichte machen und das auch noch auf mehreren Kanälen. Also insofern ist das mehr geworden. Und der typische Arbeitsalltag, ja in der Früh kommt man ins Büro oder geht gleich zu einer Pressekonferenz, stimmt sich mal mit den Kollegen ab, welche Themen gibt es für den nächsten Tag, was ist heute los oder was haben wir noch an recherchierten Geschichten, die wir für den nächsten Tag bringen konnten. Dann überlegt man sich schon einmal ungefähr, wie die Zeitung für den nächsten Tag aussehen könnte und danach arbeitet man eigentlich an seinen Geschichten, spricht sich natürlich auch mit den anderen Ressorts ab, weil es ja teilweise schon Überschneidungen gibt.
Und am Nachmittag ist dann auch noch eine Sitzung, wo man dann schon ein bisschen sieht, wie die Zeitung aussieht. Man teilt sich das dann eben auch noch ein, kann natürlich auch noch kurzfristig reagieren und am Nachmittag kommt man dann eigentlich oft zu den Recherchen, also wenn man das Aktuelle erledigt hat, zu den Recherchen, die dann irgendwo weiterführen. Man ist ja oft an mehreren Sachen über mehrere Tage parallel dran und dann hat man oft auch noch am Nachmittag Termine, nimmt irgendeinen Podcast auf beispielsweise oder geht zu Interviews oder geht zu Abendterminen.
Ist ja nicht dein erster Podcast. Nein, aber ich bin jetzt auch nicht so Podcast erprobt. Aber dafür machst du es bisher recht gut. Danke. Ja und dann, was man eben sagen muss, Journalismus ist sehr viel mit Menschen sprechen, telefonieren, Kontakte pflegen, Dinge nachforschen, nachlesen. Weniger gar nicht dann das schlussendliche Schreiben, wenn man die Geschichte dann auf den Boden gebracht hat und schreibt. Alles klar. Wenn du jetzt darüber nachdenkst, wenn ihr als Wirtschaftsredaktion, so wie du es gerade beschrieben hast, nachtelefoniert, recherchiert, wie aktuell sicher, sehr viel zum Thema Budget zum Beispiel.
Was ist da euer Anspruch an euch selber und für eure Zielgruppe, für eure Leser? Was wollt ihr denen vermitteln bei so einem Thema wie Budget der Staat aus Österreich? Ja, es ist immer wichtig, dass man, das haben wir bei der Krone wahrscheinlich besonders im Blick, dass man den Menschen zeigt, was bedeuten Entscheidungen, die gefällt werden, zum Beispiel beim Budget, aber auch andere Entwicklungen und klassische Wirtschaftsgeschichten rund um Unternehmen und Branchen. Was bedeutet das für ihr tägliches Leben und welche Auswirkungen hat das und welche Auswirkungen hat das auch für die Zukunft potenziell oder für die Zukunft der Kinder?
Und deswegen, wenn man jetzt das Budget als Beispiel hernimmt, es gibt Steuererhöhungen, es wird eingespart da und dort. Was heißt das eigentlich? Wer ist wie betroffen? Welche Gruppen sind betroffen? Und warum? Der Leser sollte sich klar sein, wenn er den Artikel sieht, dass das für ihn interessant ist und wenn er liest, sollte ihm danach klar sein, ah, das ist für mich aber wichtig. Und das ist sozusagen auch der Anspruch, weil man kann natürlich alle möglichen volkswirtschaftlichen, akademischen Diskussionen führen, nur im Endeffekt interessiert das dann sicher einiges in der Bubble oder Leute auf der Uni.
Aber gerade bei der Wirtschaft ist es oft dann einfach, dass man sich denkt, vielleicht ist es ein Geschäft in der Nähe oder ein Betrieb in der Nähe, den das dann betreffen würde oder ich bin selber betroffen, weil irgendetwas gekürzt wird oder weil irgendwas erhöht wird. Genau. Und das ist immer der Anspruch, immer ein bisschen die Brille des Lesers aufsetzen. Die Brille des Lesers ist ein gutes Stichwort. Du hast ja am Wochenende einen Beitrag geschrieben, also einen Kommentar, wenn ich das richtig im Kopf habe, Aussage zum Budget, linke Tasche, rechte Tasche.
Was bekommt ihr als Redaktion auf solche Kommentare oder was bekommst du da eigentlich für ein Feedback? Also von deinen Lesern, von Steckholtern, Akteuren? Ja. Ja, es kommt darauf an. Also ich kann das teilweise oft selber nicht ganz gut einschätzen, auf welche Texte dann oft sehr viel Feedback kommt und auf welche Texte eher wenig Feedback kommt. Aber gerade bei Kommentaren, wo man dann doch immer eine deutliche Meinung auf vertritt, weil das soll ja ein Kommentar auch sein, dass aber nicht drei Meinungen in sich vereinen, sondern da kann man durchaus einmal einen Standpunkt vertreten.
Da kommt dann schon auch immer wieder Feedback, zum Teil sehr zustimmend, zum Teil ergänzend, sozusagen, naja, das ist ja noch viel Ehrgeiz, als Sie schreiben. Und zum Teil natürlich auch widersprechend und beziehungsweise irgendwie rechtfertigend, wenn es um die Personen geht, die vielleicht direkt auch angesprochen sich fühlen von so einem Kommentar. Und das ist ja auch gut. Und ich finde, wenn ein Kommentar viele Reaktionen auslöst, sowohl zustimmend als auch ablehnend, dann ist es wahrscheinlich ein guter Kommentar.
Und man will ja nicht nur eine Aneinanderreihung an Allgemeinplätzen, wo jeder einverstanden ist und jeder sagt, ja eh. Also es gibt auch den Ausspruch, das hat man mal wieder gesagt, ein guter Kommentar, da denken sich die Leute nach Aha und eben nicht, ja eh. Weil, wenn Sie sich ja eh denken, dann ist das ja etwas, ja Österreich hat viel zu hohe Schulden und die müssen wir jetzt abbauen. Also wenn man es nur so allgemein alles schreibt, dann sind das zwar die leichtesten Kommentare, aber auch die austauschspasten. Du hast es eh schon angesprochen, das Thema Schulden.
Der Staat Österreich hat ein erhebliches Budgetdefizit. Wie hoch es jetzt genau ist, beziehungsweise wie die Entwicklung ist, da ist ja nicht unbedingt Einigkeit zwischen Fiskalrat, der eine Schätzung gibt, und der Bundesregierung. Also wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, sagt der Fiskalrat, das ist auf die aktuelle Entwicklung 4,4 Milliarden Defizit. Und die Bundesregierung 2 Milliarden, also mit der Begründung, dass hier unterschiedliche Maßnahmen halt eingerechnet werden. Wie, wenn ihr solche Meldungen bekommt vom Fiskalrat, von der Bundesregierung, was denkst du dir da?
Beziehungsweise wie schaut das dann aus, wie ordnest du das ein? Also der Unterschied zwischen den Prognosen, die der Fiskalrat und die das Finanzministerium veröffentlichen, ist, dass der Fiskalrat immer sagt, er rechnet nur die Maßnahmen und Einnahmen ein, die schon fix beschlossen sind. Und das BMF, das sagt zum Beispiel, wir machen jetzt zusätzliche Betrugsbekämpfung und holen dadurch so und so viel noch hinein. Und wir machen diese und diese Taskforce und dann rechnen die das schon ein und haben dafür natürlich auch Prognosen. Und der Fiskalrat sagt, er nimmt nur das, was absolut fix und beschlossen ist.
Und dadurch ist der Fiskalrat dann meistens ein bisschen pessimistischer. Es ist natürlich dann schwierig, weil im Endeffekt haben wir ja beide Recht. Also das BMF sagt natürlich, wir haben einen Plan politisch und wenn wir das so umsetzen, das werden wir ja umsetzen, dann kommt das hinaus und der Fiskalrat sagt, naja, ich kann ja nur mit dem rechnen, was ich sozusagen habe. Das muss man dann zum Teil eben einordnen und den Lesern auch erklären, warum vielleicht der Fiskalrat jetzt das höher schätzt. Das ist ein anderes Thema, ob man die Länder und Gemeinden, wie man die einschätzt.
Ist ja auch teilweise schwierig abzuschätzen, auch aufgrund des Datenaustausches, obwohl sich das ja jetzt eh verbessern soll. Genau. Aber ja, wir sollten es wissen und bei der Erklärung sollten wir es berücksichtigen, dass wir wissen, dass das für den Leser so rüberkommt, dass er kein falsches oder verzerrtes Bild bekommt. Und Journalisten schreiben ja auch nicht immer alles, was sie wissen, aber sie sollten sich auskennen rund um die Thematik, um das dann so zu schreiben, dass mit dem Hintergrundwissen das trotzdem noch richtig ist. Wie habt ihr das jetzt konkret im Falle dieser zwei unterschiedlichen Zahlen gemacht?
Sagt sie, dann ordnet sie den Fiskalrat ein oder geht sie nur auf das ein, was die Bundesregierung sagt? Oder sagt sie, okay, das sind die Zahlen, die draußen sind und Mittelweg ist das? Jetzt rund um das Budget, also da gibt es ja mehrere Zahlen, die kursieren. Man hat diese 2,5 Milliarden Nettokonsolidierung, die sie machen wollen. 2,6 Milliarden, die sie brauchen als Gegenfinanzierung für Offensivmaßnahmen. Das sind jetzt Zahlen, die die Regierung eben vorgegeben hat. Und dann eben dieses 5,1 Milliarden, was insgesamt das Paket ist.
Also da muss man ja schon aufpassen, weil jetzt wird überall gesagt, das Barberkäse sind 5,1 Milliarden. Oder die Konsolidierung sind 5,1 Milliarden. In Wahrheit sind die Konsolidierung, also die Nettokonsolidierung 2,5 Milliarden. Und dann kommen 2,6 Milliarden dazu, die eigentlich nur Umschichtungen von Ausgaben sind. Und was das Defizit betrifft, auch da nimmt man dann eben zum Teil schon auch die Zahlen des BMF, weil er an denen auch die Regierung orientiert, wie sie ihr Budget plant.
Eine perfekte Lösung gibt es da wahrscheinlich nicht. Das ist ähnlich wie bei den Wirtschaftsprognosen, da kann man die vom IAS nehmen oder die vom WIFO oder die von der ÖMP. Was ist da deine Präferenz, wenn du sie gerade ansprichst? Wir nehmen ja WIFO und die IS, wobei vielleicht das WIFO die im öffentlichen Diskurs relevanteste Institution ist. Neben diesen bekannten Wirtschaftsforschungsinstituten gibt es ja auch Institute, die, ich sage mal, politisch wesentlich klarer verorten, PASIN oder Thinktanks, wie sie sich selber auch bezeichnen, Agenda Austria Momentum.
Wie verwendet ihr deren Zahlen? Ja, da muss man sich natürlich, wenn man die Zahlen verwendet, bewusst sein, dass die eben auch vielleicht mit einem anderen Blick drauf schauen. Man muss bei der Agenda Austria sagen, die Zahlen, die sie verwenden, die sind ja dann oft von WIFO oder von der Nationalbank oder von BMF, die verwenden sie schon korrekt, also die rechnen sich oder reimen sich da jetzt nicht zusammen, aber sie betrachten es natürlich dann anders, also das wird das WIFO dann nicht so beurteilen.
Und sie spitzen dann sicher auch zu, aber grundsätzlich ist das, was sie machen, korrekt. Und beim Momentum-Institut sind es zum Teil etwas kreative Ansätze, wenn ich das so sagen will. Aber auch da hatten wir schon immer wieder mal Geschichten, wo das korrekt gemacht wurde. Also ich finde, beim Thinktank geht man vielleicht ein bisschen anders heran und überlegt sich so, was will der Thinktank jetzt da mit Aussagen und an welchen Daten bedient er sich und geben die Daten das wirklich her. Das ist dann eben die Aufgabe von einem Journalisten, dass man dann nicht irgendeinen Datensatz oder eine Interpretation von dem riesig aufblast und da was weiß ich was reininterpretiert.
Aber grundsätzlich sind auch Thinktanks wichtig für die Diskussion, weil das ist im Sinne der Vielfalt unter verschiedenen Perspektiven. Ich habe nach Thinktanks gefragt, ganz bewusst, um auch auf gleich meine nächste Frage eingehen zu können, nämlich das Thema Vertrauen. Mein ehemaliger Gast oder vorheriger Gast, Christoph Haselmayr, hat sehr stark beschrieben, dass in den letzten Jahren, beziehungsweise durch viele, viele Ankündigungspolitik, das Vertrauen der Österreicher in die Politik langsam aber sicher erotiert wurde.
Da gibt es verschiedenste Beispiele dazu. Ich meine, wenn wir über das Budget reden, ist eine der bekanntesten politischen Aussagen sicher, der schon Schüssel gebracht hat, die Feimann gebracht hat, die Gernot Blümel gebracht hat, Magnus Bunner gebracht hat, größtere Steuerreform aller Zeiten. Sie war jedes Mal richtig, nur das ist halt auch so eine Sache, wie man die Zahlen betrachtet und Effekte wie Inflation etc. einrechnet. Wie geht es einem Journalisten damit, wenn ihr zum x-ten Mal die Meldung bekommt, das ist die größte Reform, das ist diese Maßnahme, oder wie ein aktuelles Beispiel vom Andreas Babler, die mit der Mehrwertsteuersenkung, diesem Butterbeispiel, diesem Bekannten, dass eine Einsparung ist, rechnet mit einer Menge an Butter,
die ein normaler Mensch kaum konsumieren wird. Um es in den Worten meines Gastes, Christoph Adelmeier zu fassen, da haben die Bevölkerung das Gefühl, die verarschen uns, die scheißen uns auf den Kopf. Wie geht man da schon Liste mit um? Ja, das muss man dann halt richtig einordnen. Gerade weil du das Beispiel genannt hast, mit der größten Steuerreform aller Zeiten, das stimmt immer. In Zukunft wird es aber nicht mehr geben, da wir die kalte Progression, zumindest zum Teil, noch immer abgeschafft haben. Und die größte Steuerreform aller Zeiten immer nur deswegen zustande gekommen ist, weil man halt aufgrund der Inflation dann irgendwann die Steuerstufen angepasst hat und dann hat man die kalte Progression sozusagen zurückgegeben.
Und das waren dann halt auf einmal ein paar Milliarden und dann war das immer das schwerste Entlastungspaket überhaupt. Das wird es jetzt nicht mehr geben. Und als Journalist muss man dann halt sozusagen, es gibt ja schon Reformen, die sind tatsächlich groß oder die größten überhaupt. Aber das, was unser Job hier ist, ist, dass man das PR-Gespräch der Politiker und ihre eigenen Worte, wie sie ihre eigene Arbeit loben, was ja okay ist, weil jeder, der politisch arbeitet, will ja dann auch erzählen, was er Gutes gemacht hat.
Aber dass man das dann vielleicht auch in einen Kontext setzt und sagt, ja, warum ist das jetzt wirklich eine große Reform oder warum ist das eigentlich nur Kosmetik oder man hat eigentlich dann gar nichts groß geändert oder was fehlt vielleicht bei dieser Reform oder was ist unerwartet und was bedeutet sie in der Auswirkung. Das ist dann unser Job, weil wir eben kein Verlautbarungsorgan der Regierung sind, die erzählen will, was sie alles macht und wir sind dann dafür da, dass die Menschen auch sehen, was sie alles toll macht.
Und wenn, sei es mal bei einer Pressekonferenz beziehungsweise bei einem Pressesprecher, die eine Geschichte erklärt, wie, wie schaut das dann aus oder beziehungsweise hast du oft das Gefühl oder den Eindruck, dass die Maßnahmen, die aktuell angekündigt werden, so gar nicht umgesetzt werden können beziehungsweise wie gehst du, wie gehst du dann damit um, wenn du diesen Eindruck hast? Ja, es ist zum Teil ist das ein bisschen schwierig, weil es einzelne Regierungsmitglieder auch gibt, die sehr gut im Ankündigen sind und immer sagen, sie wollen das und sie planen das und das soll und so weiter.
Und dann sind wir vielleicht eh ein bisschen zu schleißig, auch die Journalisten, dass wir dann eigentlich gar nicht schauen, am Ende des Jahres, was hat er jetzt von dem eigentlich wirklich gemacht, was er da in der Zeitung vollmondig angekündigt hat. Aber grundsätzlich, wenn ein Minister sagt, er will das und das reformieren und das und das soll kommen, geht man ja schon einmal davon aus und schreibt es auch, dass das kommen soll und dann wäre es natürlich unser Job, auch zu schauen, ob das tatsächlich kommt. Und wir gehen dann eben damit um, dass man dann vielleicht auch genau nachfragen muss, wann kommt das, wie kommt das und dann auch dranbleiben an Themen.
Im Endeffekt ist aber auch oft den Menschen dann nach ein paar Monaten wieder egal, weil sie es eh vergessen haben und dann hat er das halt damals angekündigt. Nur als Politiker wird man dann halt irgendwann auch unglaubwürdig, weil wenn das Thema dann wiederkommt und er eh schon vor zwei Jahren gesagt hat, das kommt im Herbst, dann merken sich das die Leute schon irgendwann. Und geht es ja dann darauf ein, dass wenn das eh schon zehnmal angekündigt wurde, dass das halt irgendwann nicht mehr glaubwürdig ist oder wie stellt sich das in der Zeitung dar? Ja, also wenn sich Verhandlungen verzögern, also dann hat man schon auch immer wieder, zum Beispiel bei der Bundesstaatsanwaltschaft, das ist kein wirtschaftliches Thema, aber da fällt es mir jetzt gerade spontan ein, da hat es immer wieder geheißen, die Verhandlungen sind im Endspurt und jetzt kommt es und jetzt kommt es und jetzt kommt es und das ist dann natürlich schon auch so berichtet worden, dass sich das immer weiter verzögert und warum und mit den Widerständen und so weiter.
Also da ist dann schon der Job auch zu sagen, warum sich Prozesse so verzögern und nicht sozusagen jeden Tag ein weißes Blatt Papier und dann ist wieder alles neu und dann kann wieder jeder alles neu sagen, sondern dass man da dran bleibt und dann auch erklärt, warum sich etwas verzögert oder wo die Regierung vielleicht zahmig ist und sie journalistisch darauf hinweist. Die Regierung hat ja auch die Angewohnheit, dass sie sich sehr gerne sagt, so und so viele Summen Geld, so viele Milliarden, weil alles unter einer Milliarde ist eh schon wenig Geld in der heutigen Kommunikation, kommt einem vor, dass sie einfach sagt, so viel Geld wird ausgeben.
Oft kommt aber zu kurz und das habe ich mit meinem letzten Gast, dem Daniel Waro diskutiert, dass eben nicht erklärt wird, was will man damit erreichen mit dem Einsatz der zwei Milliarden beziehungsweise wie wird dann gemessen, wie der Effekt ist und wenn er ganz klar gesagt hat, wenn nicht messbar ist der Effekt dieser Maßnahme, dann ist das eine sinnlose Maßnahme. Wie versucht ihr das darzustellen bei euch, also den Effekt, beziehungsweise wenn jetzt eine Maßnahme angekündigt wird, zwei Milliarden und das jetzt irgendwie fadenscheinig oder unklar ist in der Erklärung, wie das jetzt eingesetzt werden soll, wie geht es dir dann vor?
Wie würdest du versuchen herauszufinden, wie versuchst du herauszufinden, was da die Strategie dahinter ist, wenn das unklar vermittelt wird? Ja, ich glaube, zu der Frage, mit dem man sagt, 100 Millionen dort, eine Milliarde dort, halbe Milliarde dort, das ist auch ein bisschen ein Problem in der Politik, dass die Politik jetzt auch schon teilweise so denkt, dass sie sozusagen sagt, naja, da müssen wir was machen in dem Bereich, in der Bildung, in der Verteidigung, in der Sicherheit, na was machen wir, so und so viel, zig oder 100 Millionen extra aus, und dann fragt man sich oft gar nicht, ob vielleicht, ist überhaupt Geld das Problem?
Es gibt Bereiche, wo das Geld fehlt, und dann ist es gut, wenn die Politik vielleicht sagt, sie gibt mehr Mittel frei, aber man hat in Österreich teilweise das Gefühl, dass, erstens, wenn es irgendwo ein Problem gibt oder ein Ungleichgewicht, dann sagt man immer, na, wir müssen jetzt was machen als Politik, ist ja auch nicht immer richtig, oft sollte die Politik vielleicht lieber nichts machen, weil sie nicht alles, zum Beispiel externe Faktoren oder globale Probleme nicht einfach so lösen kann, indem sie einfach möglichst viel macht, sozusagen, und teilweise hat man dann eben die Strategie, man muss jetzt alles mit Geld lösen und zuschütten, aber zu der Frage, wie wir damit umgehen, also, es sollte nicht für eine Riesenschlagzeile reichen, wenn man jetzt sagt, Regierung gibt 200 Millionen mehr für das aus, oder die Milliarde das, sondern, dass wir dann konkret sagen,
was passiert mit dem Geld, welche Regionen profitieren zum Beispiel, was wird damit ausgeben, was wird damit vielleicht angekurbelt, wer bekommt diese ganzen Fördergelder, und darauf dann eben wieder dem Leser zu zeigen, was bedeutet das für ihn, wie das Geld dann tatsächlich eingesetzt wird und was der Effekt ist, das kann man ja zum Zeitpunkt der Ankündigung eh noch nicht beurteilen, aber dass man zumindest ein bisschen genauer hinschaut, weil zum Beispiel 500 Millionen mehr für irgendein Bildungsthema, das kann man auf 30 verschiedene Arten einsetzen, oder Förderungen werden um 300 Millionen erhöht, kommt ja sehr darauf an, wie werden die ausgezahlt, oft ist ja dann die Politik noch selber sehr unkonkret, das dann als Journalist auch nicht sehr zufriedenstellend,
weil die Politik natürlich auch ein bisschen so arbeitet, dass sie dann sagt, dass sie dann immer so Häppchen weitergibt, am Anfang einmal gleich das Volumen, und was machen wir, und dann ein bisschen genauer, und die bekommen jetzt auch was, und ab der bekommt es, und dann erst irgendwann weiß man, was wirklich mit dem Geld passiert. Kannst du das vielleicht an einem konkreten Beispiel festmachen, wo das passiert ist, oder wo du das erlebt hast? Bei Förderthemen, zum Beispiel, wo da ging es um Umweltförderungen für private Haushalte, und da hat man, glaube ich, am Anfang einmal nur kommuniziert, so viel steht jetzt für den Tausch von irgendeiner Heizung, mehr zur Verfügung, oder Reparaturbonus, so viel mehr, und dann hat man später erfahren, wie wird der Reparaturbonus reformiert, wer bekommt noch einen Reparaturbonus, für welche Sachen kann man den bekommen, aber natürlich, weil die Politik das Thema ja auch ein paar Wochen am Laufen halten will,
sagt sie zuerst einmal so viel mehr und so, oder ist Sikatur, kann auch passieren, dass dann die Medien einfach draufkommen, wie viel Budget sie da jetzt zusätzlich haben. dieses Durchsickern, das du beschreibst, das ist ja auch oft, das recherchiert wird, mit absoluter Berechtigung von Journalisten, und dann halt Infos zutage gefördert werden, die vielleicht nicht unbedingt vom Ministerium herausgespielt werden. Wie ist dann die Reaktion von, wenn jetzt, sage ich mal, bei einem Gesetz zum Beispiel, oder bei einer Reformmaßnahme, bevor sie offiziell angekündigt wird, das in der Zeitung steht, von der Politik, von Ministerien?
Ja, dem Journalisten ist dann eigentlich meistens keiner böse, weil ja jeder versteht, wenn ich Journalist bin, und ich bekomme eine Information, die gesichert ist, vorab, dann schreibe ich darüber, und versuche natürlich, die Information zu verifizieren, und das dann, und einzuordnen, und auch den anderen Möglichkeiten zu geben, was dazu zu sagen, dann berichte ich darüber. Das ist dann eher intern oft, wahrscheinlich in der Regierung ein Problem, weil dann natürlich geschaut wird, wer hat das jetzt mit welchem Interesse rausgespielt, wo war sozusagen die undichte Stelle, warum hat der Journalist das überhaupt bekommen, und ja, oft, was ich auch schon beobachtet habe, es gab ja so Leaks, oder wenn ein Thema jetzt ungewollt plötzlich groß ist, dann bekommt man als Journalist oft gar nicht so viele Reaktionen, weil die Stakeholder,
die vielleicht über den Leak verärgert sind, die wissen, wenn sie sich jetzt enorm aufbudeln, dann riskieren sie, dass am nächsten Tag die nächste Geschichte dazu kommt, weil sie das Thema dadurch eher noch relevanter machen. Kann man sich, glaube ich, gut vorstellen, wie unangenehm das für den einen oder anderen ist, wenn etwas, was lange vorbereitet wird, in einer Form, die nicht in seinem Interesse ist, in der Zeitung, auf einmal aufschlägt. wenn man, ich habe vorher kurz das Butterbeispiel erwähnt, erinnerst du dich noch daran, wie habt ihr das mitbekommen damals?
Weil das war ja total chaotisch mit dieser Liste, welche Lebensmittel da jetzt dabei sind und welche nicht. Und dann war das ja zum Teil unabgestimmt. Und dann hat er, glaube ich, im ORF, hat dann der Vizekanzler gesagt, die und die Lebensmittel. Und dann war die Frage, und die Tiefkühlbeeren sind nicht dabei und die Butter und die Milch schon und das Obst schon und das Obst nicht. Das war dann zum Teil, hat das dann ein bisschen unbeholfen gewirkt, weil das offenbar einerseits innerhalb der Regierung nicht abgestimmt war, zum Teil anscheinend aber auch nicht ganz innerhalb der Partei, also in dem Fall der SPÖ.
Und am Ende ist dann irgendeine Liste hinausgekommen, mit der man dann arbeiten konnte. Aber das ging über ein paar Tage. Ja, natürlich, das interessiert die Leute, was wird günstiger, was wird nicht günstiger. Aber im Endeffekt, das war jetzt ein Beispiel, wie man vielleicht die Kommunikation nicht machen sollte. Das sollte man diese Maßnahme und dann ganz klar sagen, hier die Liste, das wird verkünstigt und das nicht. Was denkt Sie euch als Journalisten, als Redaktion, wenn ihr so eine Kommunikation erlebt? Ja, es wird dann teilweise eh auch medial auch so kommentiert, sozusagen so, der eine prescht vor uns, der eine prescht vor und sagt, das so und so ist es und gibt so Informationshäppchen raus und dann ist das aber doch nicht ganz so, dann ist der Koalitionspartner wieder verwundert.
Das wird dann eh auch thematisiert. Das ist dann eh ein politisches Thema. Das ist vielleicht auch ein Unterschied von der Wirtschaftsredaktion, der Politikredaktion. Die Wirtschaftsredaktion ist eigentlich immer mehr ein bisschen auf die Fakten, was wittet es jetzt und was hat es jetzt. Und in der Politikredaktion geht es mehr auch um diese ganzen Themen. Also, welche Partei hat jetzt aus welchem Interesse was vielleicht schon vorher kommuniziert und warum haben die das, wollten die Tatsachen schaffen und wie reagiert die andere Partei darauf, die davon überrumpelt wurde? Genau. Es ist natürlich interessant zu beobachten, wenn gleich der Journalist eigentlich mühsam ist, weil man möchte ja Informationen, man möchte sich ja darauf verlassen können, wenn ein Minister oder ein Regierungsmitglied etwas verlautbart, dass das dann auch so ist.
Du und, also ihr und die Politikredaktion, wie macht es euch das dann untereinander aus? Wer wo was kommentiert, schreibt, weil da werden ja ziemlich viele Überschneidungen sein, weil so eindeutig wie... Ja, jetzt in der großen Woche vom Budget haben wir das eher zum Beispiel in der Innenpolitik gemacht, aber haben gemeinsam gearbeitet. Also, da habe ich dann ein bisschen zugearbeitet, der Innenpolitik. Und es gibt sicher auch genug Themen, gerade bei so wirtschaftspolitischen Themen oder Themen rund ums Pensionssystem. Oder auch rund um Fiskalrad beispielsweise. Die kann man dann dort oder dort spielen, da muss man sich halt in der Früh dann ein bisschen absprechen, so, da ist jetzt dieser Termin oder wir hätten dieses und dieses Thema, machen wir das bei euch oder bei uns.
Ausgewählte Fundstelle · ca. 32:40
Auch zum Beispiel beim Thema Spritpreise zum Beispiel. Das war auch manchmal, weil das in der Innenpolitik manchmal in der Wirtschaft. Also, ich finde, wenn eine Geschichte gut ist und gut erklärt ist, dann ist es ja oft dann nicht entscheidend, ob die jetzt in der Politik oder in der Wirtschaft erscheint. Hat oft auch einfache Gründe, dass vielleicht die Politik schon voll ist oder die Wirtschaft schon voll ist. Es gibt ein Thema, wenn man sich das Budget anschaut, beziehungsweise gibt es ja auch diese Aufteilung, diese Grafik mit den Blöcken, das einem sehr schnell in die Augen springt.
Das ist die Pensionsbeiträge, Sozialbeiträge, die im Budget, also die Zuzahlungen zu den Pensionskassen, einen immer größeren Block einnehmen über die letzten Jahre. Wenn du dieses Thema, das du jetzt als Wirtschaftsjournalist sicher schon einige Jahre jetzt beobachtest, über die Jahre, die du anschaust und dir anschaust, wie Politiker da mit dir kommunizieren, wie siehst du das Ganze? Wie geht es ihr als Redaktion damit um? Was ist da euer zentrales Anliegen an die Bevölkerung?
Beziehungsweise ist es euch eher ein Anliegen, da zu erklären, was jetzt der Bürger bekommt, so als Serviceleistung, wie ich es regelmäßig sehe? Beziehungsweise wie geht es ihr mit dem politischen Aspekt um? Den politischen Aspekt von Diskussionen, dass man jetzt erhöhen muss oder ob es tatsächlich ihr Alter angleichen muss? Was ist da eure Position dazu? Ich denke, es ist beides berechtigt und beides wichtig. Also einerseits dem Pensionist, der sich fragt, was passiert jetzt mit seiner Pension oder wie viel höhere Krankenversicherungsbeiträge muss er jetzt zahlen und so weiter.
Nachdem konkret zeigt, was bedeuten Maßnahmen für ihn oder wenn eine Pensionsreform oder wenn eine Korridoränderung kommt, dann konkret zu sagen, wer ist wie betroffen? Also klassische Serviceleistung, aber gleichzeitig kann man natürlich auch den größeren Blick darauf werfen und auch thematisieren, was macht unser Pensionssystem eigentlich so schwer finanzierbar? Wie sehen Experten das? Welche Lösungen gäbe es? Was könnte man uns vielleicht von anderen Ländern abschauen? Und es ist wie bei vielen Diskussionen in Österreich, das ist auch beim Pensionsthema zum Teil schon ein bisschen frustrierend, weil in Wahrheit sagt man seit zehn oder wahrscheinlich sogar 20 Jahren genau dasselbe, dieselben Thematiken und dieselben Befunde und dieselben
möglichen Lösungsvorschläge und es wird aber zum Teil nicht umgesetzt aus politischen Gründen, weil man sich, weil man zu unterschiedlich ist in der Regierung oder weil es einfach zum Teil unpopulär ist oder man zumindest die Befürchtung hat, dass es sehr unpopulär ist. Aber ja, die Pensionen sind der treibende Faktor, warum wir auch ein immer größeres Problem mit dem Budget bekommen. Das war überhaupt nicht überraschend, weil man hat auch vor 20, 30 Jahren schon gewusst, dass es einmal eine Zeit geben wird, wo sehr viele in Pension gehen und nicht so viele nachkommen. Man hat das ignoriert und man hat jetzt vielleicht eh noch die letzte Möglichkeit etwas zu tun, um das Pensionssystem so aufzustellen, dass wir zumindest den Anstieg abbremsen.
Aber man hat zum Teil das Gefühl, die Regierung will die Babyboomer-Generation durchtauchen und dann irgendwann wird es sich eh wieder ein bisschen normalisieren, wenn das Gleichgewicht zwischen Jungen und Alten wieder ein bisschen mehr ein Gleichgewicht wird. Aber ja, wir haben derzeit derzeit gehen wir da eigentlich mit sehendem Auge auf ein ziemliches Desaster in ein paar Jahren zu und es wird nicht gemacht. Und das zu beleuchten und das zu zeigen, das ist auch der Job von Journalisten und das kann man anhand ganz vieler Fakten und von hunderten Ökonomen bestätigt erklären.
Hast du absolut recht, dass Ökonomen seit Jahren und Jahrzehnten auf dieses Problem hinweisen. Nun, die, ich sag mal so, die Befunde liegen seit Jahrzehnten vor. Nur, hast du in den letzten Jahren bemerkt eine Veränderung bei der Politik, wenn du nachfragst, wieso jetzt was nicht gemacht wird oder wie sie dieses Problem jetzt sehen, ob sich da was geändert hat? Es gibt vielleicht schon mehr Personen in den Parteien, denen bewusst ist, dass zum Beispiel langfristig an einer Anhebung des Pensionsalters kein Weg vorbei führt.
Da gibt es auch in der ÖVP und sicher auch in der SPÖ bei den Neos sowieso oder ist das sogar die Position. Gibt es Personen, die das sehen, aber die eben Angst davor haben, wenn man das jetzt wirklich angreift, dann gewinnt am Ende nur die freiheitliche Partei, die das dann natürlich nutzt. Aber das hat sich vielleicht geändert, dass das Bewusstsein in der Politik wahrscheinlich schon mehr da ist. ja, ich denke, es ist wirklich, ich glaube nicht, dass die Politiker das nicht verstehen, dass man das Pensionsthema angehen muss oder dass sie sagen, es ist eh alles sicher und es ist eh alles gut.
Aber es sind dann, wie gesagt, zum Teil einfach die unterschiedlichen Zugänge, die das dann verhindern und zum Teil eben, wie gesagt, wirklich die Angst vor der nächsten Wahl und anscheinend herrscht auch noch ein bisschen die Auffassung, dass der Schüssel damals die Wahl verloren hat wegen seiner Pensionsreform und seitdem hat jeder Kanzler anscheinend Angst, dass er nicht mehr Kanzler ist, wenn er jetzt eine große Pensionsreform macht. Ja, das ist auch eine Erklärung, die ich schon ein paar Mal gehört habe, wenn wir diese Reform jetzt machen, dann verlieren wir zehn Prozentpunkte. Das ist halt, ja, hast du das gut beschrieben, eine Überlegung bis zur nächsten Wahl und dann nach mir die Sinnflut.
da gibt es, das wurde sogar recht deutlich ausgesprochen, die Regierung hat ja als größte Änderung im Pensionsbereich hat sie die Änderung beim Korridor. Mehr Versicherungsmonate und Verschiebung um ein Jahr den Korridor. Bringt da Milliarde, glaube ich, ungefähr jetzt in der Legislaturperiode, oder? Nur das bringt auf Dauer, das bringt auf Dauer, schadet es, beziehungsweise hebt sich es auf, schadet es nicht, hebt sich es auf, weil die Leute, die dann später in Pension gehen, mit späteren Korridor, die kriegen dann später mal eine höhere Pension, logischerweise.
Aber jetzt sparen sie dem Staat etwas, weil sie noch länger arbeiten. Also das Thema wird in die Zukunft verschoben. Das Thema wird in die Zukunft verschoben und am Ende, also die Korridorpension ist aus Budget sich eigentlich eine super Art von Pension, aber man hat jetzt was eingespart in den nächsten Jahren und dafür wird das aber aufgrund der dann höheren Pensionen, weil die ja dann auch höhere Ansprüche haben, wird das dann in 20, 30 Jahren sich wieder aufheben, da hat man dann halt höhere Kosten. Und darauf wurde der Finanzminister auch angesprochen und der hat gesagt, naja, aber ist ja in der Legislaturperiode zuständig und jetzt müssen sie ja die Milliarde einsparen.
Das zeigt ein bisschen, wie die Politik zum Teil auch denkt, auch wenn die größte Maßnahme im Pensionsbereich eine ist, die sich am Ende selbst aufhebt, aber halt erst in 20, 30 Jahren. Ja, auch wenn man das Pensionssinn unter Art anpassen würde, das ging ja auch nicht von heute auf morgen. Ich meine, ein besseres Beispiel ist bei der Angleichung des Pensionsalters der Frauen, dass sie ja jetzt Step for Step in die Höhe steigt, das ist ja auch vor, zum Schüsselzeiten, wenn ich das richtig im Kopf habe, beschlossen worden und ja, Jahrzehnte später in Wirksamkeit getreten.
Ja, das, deswegen müsste man ja eben jetzt etwas machen, weil es natürlich nicht gehen kann, dass man jetzt sagt, so, heute Reform und jeder, der jetzt irgendwie so in seinen 60ern ist, der muss jetzt plötzlich von einem Tag auf den anderen zwei Jahre länger arbeiten, also das geht nicht, das gibt schon einen gewissen Vertrauensgrundsatz. Ja, aber gerade die Leute, die entweder schon in Pension sind beziehungsweise bald in Pension treten, sind ja der Größteil der Bevölkerung und das habe ich nie so ganz verstanden, warum das viele nicht begreifen beziehungsweise wieso das nicht ordentlich von der Politik erklärt wird, dass die ja nicht betroffen sein werden davon im weiteren Sinne, sondern dann die nächste Generation danach, wir.
Ja, richtig, richtig, also die Pensionsreformen, die jetzt passieren, die betreffen die, die bald in Pension gehen, wenn dann noch geringfügig, aber oft gar nicht und wie du sagst, das betrifft dann eigentlich die nächste Generation und ich finde, eine gescheite Pensionsreform wäre komplett im Interesse der jetzigen Pensionisten, weil wenn unser System nachhaltig und effizient organisiert ist und uns das nicht ein immer größeres Betrielloch aufreißt, dann vermeidet man auch, dass man dann Jahr für Jahr wie jetzt derzeit immer bei den bestehenden Pensionisten hergehen muss und denen die Inflation nicht mehr abgelten kann, sondern wenn das Pensionssystem stabil finanziert ist, dann vermeidet man auch Eingriffe bei bestehenden Pensionisten, aber dafür muss man eben schauen, dass die Dynamik nicht weiter so zunimmt und diesen enormen
Kostenanstieg in den Griff bekommen, aber wie gesagt, im Wald ist das voll im Interesse von jedem Pensionisten. Du hast ja schon beschrieben, die Erklärung vom Finanzminister oder vom Politiker ist dann halt oft, ja, ich bin für die Periode zuständig, was auch faktisch natürlich richtig ist und aus der Sicht ist ja auch natürlich bis zu einem gewissen Grad verständlich, dass sie sagen, okay, wir machen das jetzt so, nur, glaubst du, dass sie davon profitieren, mittelfristig, langfristig, wenn man es jetzt wirklich anschaut, bis zur nächsten Wahl, wäre es da nicht sinnvoller, jetzt klar Maßnahmen zu machen?
Da spielt eben das Vertrauen eine riesige Rolle. Also wenn, wenn die Politik den Menschen vermittelt, wir haben einen Plan, es wird wieder besser, eher, wir müssen da jetzt durch und das ist wichtig, weil das für die nächsten Generationen wichtig ist, dann sind die Menschen, glaube ich, schon auch bereit, auch bei schmerzhafteren Einschnitten mitzugehen. Das strahlt die Regierung nicht wirklich aus und die Regierung macht eben derzeit leider auch keine wirklich großen Reformen und das ist ein bisschen frustrierend, weil wir haben jetzt die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg hinter uns, wir haben eine enorme, enorm schlechte Budget-Situation, wir haben ein Jahr ohne Wahlen, die nächsten Nationalratswahlen sind planmäßig als 2029 und trotzdem schaffen wir es auch
in dieser Situation nicht, einmal die richtig großen Reformen anzugehen, also hat man sich was muss passieren? Ja, wenn man sich das anschaut, dann diese traurige Situation, dann ist eigentlich, wenn sich jetzt nicht massivs fast ändert, eh klar, was passieren wird, es wird halt einen Kanzlerkickl geben, egal, ob einem das jetzt gefällt oder nicht, um wieder auf meinen ersten Gastgest auf Ard und May einzugehen, die Leute wissen vielleicht nicht, ob er das kann, aber sie wissen eine Sache mittlerweile, die anderen können es alle nicht, also denken dann halt viele und das ist ja wohl bis zu einem gewissen Grad auch berechtigt, ja dann probieren, was sagt man mit ihm.
Genau, und das macht ja der Kickl in der Kommunikation auch sehr gescheit, sagt die Einheitspartei, also alle außer ihm und die ihn verhindern wollen und sozusagen eben Einheitspartei aus ÖVP, SPÖ, Grünen und Neos und sozusagen egal wie die gemeinsam koalieren, ob jetzt Schwarz-Grün oder jetzt Schwarz-Rot-Neos, egal wie die gemeinsam koalieren, es kommt am Ende eh immer dasselbe raus und die ärgert sich über dasselbe und viele, die die Freiheitlichen wählen, sind ja keine überzeugten Deutsch-Nationalen, die voll mit der Ideologie der FPÖ d'accord gehen, aber sie sagen, sie wollen, halt einmal was anderes und sie wollen nicht mehr, dass es so weiter geht und da holt der Kickl jetzt eben sehr viel ab, bin gespannt, wie weit das noch hinauf geht und man muss leider schon sagen, das ist jetzt aber auch ein bisschen eine Binsenweise, die schon hundertmal gesagt wurde, aber natürlich sind
die etablierten Parteien eindeutig auch Schuld an dem massiven Aufstieg der Freiheitlichen Partei. Ja, wenn du jetzt vielleicht, also natürlich zu deinen Lesern zählen ja auch viele Politiker, wenn du in einem, also in den Zeichenanzahl, den du hast, in für einen Artikel deinen Lesern erklären müsste, okay, wir müssen jetzt ein, zwei schmerzhafte Reformen machen, nur in Grundzügen, jetzt nicht final aussomuliert, wie würdest du das schreiben? Man müsste klar erklären, wozu das gut ist, warum das sozusagen vielleicht jetzt einen kleinen Schock erzeugt, wenn man jetzt einen Einschnitt macht, aber dass es auf Dauer besser ist, weil zum Beispiel dadurch neue Freiräume entstehen und
man muss eine klare Perspektive geben, wo man hin will. Wenn ich sage, jetzt haben die Leute das Gefühl, wir haben ein Sparpaket, dann müsst ihr jetzt durch, nächstes Jahr kommt das nächste Sparpaket und übernächst Jahr kommt das nächste Sparpaket und 2029 freuen wir uns dann, weil wir nur noch drei Prozent Defizit haben, was ja noch immer viel zu hoch ist, aber wir sind dann gerade einmal unter dem Maastricht, unter der Maastricht und müssen nicht mehr in ein Defizit verfahren. Aber das interessiert ja keinen Menschen, ob es unter Maastricht ist. Ja, richtig und ich meine, irgendwie, man hat eben das Gefühl, die Regierung hat als Ziel aus dem Defizitverfahren, was den Menschen egal ist, aber aus dem Defizitverfahren rauszukommen und dann 2029 eben ein Budget zu übergeben, was gerade sich im Rahmen bewegt von einem wirklichen und sonst
sagt die Politik, sie möchte einen Aufschwung und sie möchte raus aus der Krise. Er sagte kein Politiker jemals, sie möchte einen Habschwung und möchte rein in die Krise. Also das ist ein bisschen, ich glaube, aufgrund der Unterschiedlichkeit der Parteien haben die Leute einfach nicht das Gefühl, dass es einen Plan gibt, wo das Land hin soll und deswegen sind sie unzufrieden und suchen nach Alternativen und in Wahrheit haben sie das Gefühl, es gibt eh noch eine Alternative, weil wir haben jetzt seit sieben Jahren ungefähr eine Politik von verschiedenen Parteien Konstellationen und am Ende ärgern sich die Leute immer bei dasselbe.
Ja, kann man glaube ich auch niemanden verdenken, der in einem Restaurant sitzt, der einkauft, wenn die Preise steigen und man das Gefühl hat, dass man sich immer weniger leisten kann, dass man dann wütend ist und diese Wut mit dem Recht, das man hat, an der Wahlurne auch ausdrückt. Ja, obwohl man sich natürlich schon bewusst sein muss, dass auch die Freiheitlichen, das haben sie auch schon mehrmals gezeigt, das sagen sie jetzt auch in der Opposition, dann oft auch überhaupt keine Lösungen haben.
Man sagt ja, die Freiheitlichen sind ein guter Feuermelder, aber quasi kein guter Feuirlöscher. Also sie sind immer wieder gut, Probleme aufzuzeigen und auch mitzubekommen, wo hakt es, wo stört es die Bevölkerung, aber wie sie es dann wirklich, wenn sie an der Verantwortung werden, umsetzen würden, weiß man nicht. Aber wie du sagst, man kann es dann irgendwann vielleicht vielen Menschen nicht mehr verdenken, man kann auch nicht sagen, dass 35% der Österreicher jetzt alle dumm sind oder extremes Gedanken gut vertreten, sicher nicht, das ist einfach eine Unzufriedenheit und ja, die anderen Parteien sollten sich vielleicht fragen, warum gehen die dorthin und dann halt sagen, wir haben die besseren Lösungen und die dann
aber auch vielleicht wirklich umsetzen. Und glaubwürdig vermitteln, glaube ich, wäre mal das Wichtigste. Ja, dann danke ich dir für dieses Gespräch. Möchtest du unseren Zuhörern noch was mitgeben? Ja, vielleicht damit das nicht so negativ verändert, jetzt haben wir nur gesagt, alles ist furchtbar und alles ist unaufhaltbar und die Politik macht nichts und macht dieselben Fehler seit 20 Jahren. Ich denke trotzdem, dass Österreich weiter ein großes Potenzial hat und die Regierung oder die etablierten beteiligen, dass es da schon noch irgendwie ein Potenzial gibt, dass irgendwann erkannt wird, welche Reformen Österreich braucht und was man da alles aus diesem Land herausholen kann.
Und ich hoffe es noch immer, ich glaube jetzt bei der nächsten Wahl ist Platz eins für die FPÖ fix und das hat wie gesagt seine Gründe, aber ich glaube auf Dauer, vielleicht braucht es auch mal irgendwie, müssen die mal ein bisschen auf die Schnauze fliegen, die etablierten Parteien, um da drauf zu kommen, aber auf Dauer, es gibt so viele gute Menschen in dem Land, die viel drauf haben, wenn da einige davon zumindest in der Gesellschaft einbringen, dann kann Österreich vielleicht wirklich irgendwann wieder den Aufschwung schaffen, vielleicht erst im nächsten Jahrzehnt, aber immerhin.
Das perfekte Schlusswort. Na ja, dann hoffen wir auf die vielen guten Leute und auf das nächste Jahrzehnt. Danke. Wenn dir diese Folge gefallen hat, folge den Podcast, bewerte ihn und teile ihn mit Freunden. Ich freue mich immer über Feedback, bis zum nächsten Mal. Ciao.